Reaktionen
Das sagt Kärntens Politik zum Villacher Messerangriff
Alle Parteien zeigen sich betroffen und verurteilen die Tat des 23-Jährigen, der wahllos auf sechs Passanten eingestochen hat und dabei einen 14-jährigen Jugendlichen tötete. Es brauche eine Veränderung in der Asyl- und Migrationspolitik, so der gemeinsame Tenor.
Gestern (15. Februar 2025) kam es in der Villacher Innenstadt zu einer Bluttat — ein 23-jähriger Syrer hat wahllos auf sechs Passanten eingestochen, darunter auch ein 14-Jähriger, der im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag. Ein 42-jähriger Essenszusteller — selbst aus Syrien — hat die Tat bemerkt und ist mit seinem Fahrzeug auf den Täter losgefahren und hat ihn angefahren — er konnte den 23-Jährigen so von weiteren Handlungen und wohl von Schlimmerem abhalten. KLiCK Kärnten berichtete. Wie reagiert die Kärntner Politik?
Kaiser fordert schärfste Konsequenzen
Zutiefst geschockt zeigt sich Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ): „Diese unfassbare Gräueltat muss schärfste Konsequenzen haben! Ich habe immer in aller Deutlichkeit und unmissverständlich gesagt: wer in Kärnten, in Österreich lebt, muss Recht und Gesetz achten, hat sich unseren Regeln und Werten anzupassen. Wer dagegen verstößt, muss schärfste Konsequenzen erfahren — dem ist der Prozess zu machen, einzusperren und abzuschieben.” Er drückt sein tiefstes Mitgefühl den Hinterbliebenen des Verstorben aus.
Für Kaiser seien Österreich und die EU aufgerufen, eine restriktive und auf Recht und Gesetz beruhenden Richtlinien fußende Migrations- und Asylpolitik umzusetzen. Die entsprechenden Vorschläge und Konzepte, an denen auch Kaiser selbst mitgearbeitet habe, müsse man auch auf europäischer Ebene umsetzen. „Diese unfassbare und unentschuldbare Tat, kann und darf nicht, mit hasserfülltem Auge zu Pauschalurteilen führen, die einfach erscheinen, aber kein Problem lösen. Gewalt und Hass sind keine Lösung.”
Villacher Stadtsenat: “Maßnahmen auf Bundesebene”
Der Stadtsenat der Stadt Villach verurteilt das Messerattentat in der Villacher Innenstadt auf das Schärfste und drückt den Hinterbliebenen und Opfern sein tiefstes Mitgefühl aus. “Großer Dank gilt jenem Mann, der selbstlos, mutig und entschlossen eingegriffen hat und dadurch wohl noch Schlimmeres verhindert hat sowie dem raschen Einsatz der Polizei“, sagt Bürgermeister Günther Albel (SPÖ). Albel, die SPÖ, ÖVP und FPÖ betonen: In jedem Fall muss klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Es muss Veränderungen und klare Maßnahmen auf Bundesebene geben. Wir brauchen eine Asylpolitik, die funktioniert und kein weiter wie bisher. Wir sind aber entschlossen, unsere Gesellschaft nicht auseinanderdividieren zu lassen!“
“Keine Einzelfälle mehr”
Sofortiger Asylstopp gefordert
Auch FPÖ-Chef Erwin Angerer zeigt sich erschüttert über den Messerangriff: „Wir Freiheitliche warnen seit Jahren vor diesen Zuständen, die durch die fatale Asylpolitik der Einheitspartei unter Führung der ÖVP entstanden sind und fordern als einzige Partei einen sofortigen Asylstopp und konsequente Abschiebungen von ausländischen Straftätern.” Die ÖVP habe sich in Asyl- und Sicherheitsfragen gerade erst für ein weiter wie bisher und gegen die Sicherheit der eigenen Bevölkerung entschieden, was beweise, dass sie das einzige Sicherheitsrisiko im Innenministerium sei.
Verschärfung der Migrationspolitik
Für Gerhard Köfer (Team Kärnten) brauche es massive Konsequenzen für den Täter, aber auch in der Asyl- und Migrationspolitik grundsätzlich: “Wie sehr diese gescheitert ist, zeigt sich am gestrigen Tage einmal mehr auf dramatische Art und Weise.” Das tief empfundene Mitgefühl gelte den Hinterbliebenen, Freunden und Bekannten des Toten. Laut Köfer brauche es nicht nur aufgrund der Tat in Villach eine massive Verschärfung in der Asyl- und Migrationspolitik.
NEOS und Grüne: “Grausames Verbrechen”
NEOS-Landessprecher Janos Juvan zeigt sich gegenüber dem ORF-Kärnten erschüttert: „Jetzt braucht es Ruhe und Besonnenheit bei der Aufklärung dieser grausamen und auf das Schärfste zu verurteilenden Tat.“ So auch Grünen-Generalsekretärin Olga Voglauer: „Die Messerattacke in Villach ist ein schreckliches Verbrechen.” Der Täter müsse mit der vollen Härte des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden. Zudem fordere Voglauer schärfere Waffengesetze gegen Messergewalt.


