Grüne Klagenfurt

Smo­le: „Bür­ger­meis­ter ver­sagt bei Nach­be­set­zung im Kon­troll­amt“

Bis Ende Oktober muss ein Nachfolger für den Direktor des Kontrollamts im Magistrat gefunden sein. Philipp Smole, Obmann des Gemeinderatsclubs der Klagenfurter Grünen, kritisiert fehlende Ausschreibung und mangelnde Weitsicht in Bezug auf die Installierung eines Stadtrechnungshofs.

Klagenfurter Grüne Philipp Smole, Obmann des Gemeinderatsclubs der Klagenfurter Grünen, übt Kritik an Bürgermeister Christian Scheider.

© Grüner Gemeinderatsclub

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Die aktu­el­len Vor­gän­ge um die vor­über­ge­hen­de Lei­tung des Kon­troll­amts im Magis­trat erschüt­tern das Ver­trau­en der Bür­ger in die Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt, kri­ti­siert der Gemein­de­rats­club der Kla­gen­fur­ter Grü­nen. Die Kri­tik ist kon­kret an Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der (Team Kärn­ten) gerich­tet.

Wie­der eine Chan­ce ver­passt

Laut der Kla­gen­fur­ter Grü­nen schrieb Schei­der 37 Magis­trats­mit­ar­bei­ter an und lud sie ein, sich um die vor­über­ge­hen­de Lei­tung des Kon­troll­amts (bis zur Imple­men­tie­rung eines Stadt­rech­nungs­hofs) zu bewer­ben. „Hier wur­de wie­der ein­mal eine gro­ße Chan­ce ver­passt, das Ver­trau­en in die Kon­troll­in­sti­tu­tio­nen aber auch in die Stadt­ver­wal­tung ins­ge­samt zu stär­ken. Die­ser Vor­gang ist auch bezeich­nend für den Umgang der Stadt­re­gie­rung mit Trans­pa­renz und Kon­trol­le“, nimmt sich Phil­ipp Smo­le, Obmann des Gemein­de­rats­clubs der Grü­nen, kein Blatt vor den Mund.

Nach­fol­ger-Suche offen­bar per Seri­en­brief

Er begrün­det: „Bis Kla­gen­furt einen Stadt­rech­nungs­hof hat, wird es noch gerau­me Zeit dau­ern. Umso wich­ti­ger wäre es, jetzt auch die vakan­te Stel­le nach stren­gen Kri­te­ri­en nach­zu­be­set­zen, die bereits den spä­te­ren Ansprü­chen genü­gen. Statt­des­sen wird der Nach­fol­ger für Kon­troll­amts­di­rek­tor Johan­nes Rom offen­bar per Seri­en­brief gesucht.“ Pikan­tes Detail am Ran­de: „Der Bür­ger­meis­ter sucht Nach­fol­ge-Kan­di­daten aus­ge­rech­net im Magis­trat, das immer­hin Gegen­stand der Prü­fun­gen sein wird“, wun­dert sich Smo­le.

Pro­blem selbst ver­schul­det

Fakt ist: Bis Ende Okto­ber muss ein Nach­fol­ger gefun­den sein. Die Aus­re­de, eine ordent­li­che Aus­schrei­bung ist wegen Zeit­man­gels nicht durch­führ­bar, lässt Smo­le nicht gel­ten: „Das Pro­blem ist selbst ver­schul­det. Seit zwei Mona­ten ist bekannt, dass Rom sein Dienst­ver­hält­nis been­den wird.“ Die Suche nach einem vor­über­ge­hen­den Lei­ter des Kon­troll­amts ist, so Smo­le, eine Far­ce und ein wei­te­res fata­les Signal: „Das Ver­trau­en der Kla­gen­fur­ter in die Poli­tik und in die Ver­wal­tung ist wie­der ein­mal beschä­digt.“

Kei­ne Ver­tre­tungs­mo­del­le

Die­ses The­ma bringt, so der Club­ob­mann, ein wei­te­res Pro­blem ans Tages­licht, näm­lich den Umgang mit Ver­tre­tungs­re­ge­lun­gen im Magis­trat: „Sol­che Rege­lun­gen exis­tie­ren nicht. Sonst könn­te die Nach­fol­ge ohne Zeit­druck gewis­sen­haft und seri­ös unter Berück­sich­ti­gung geeig­ne­ter exter­ner Bewer­ber gere­gelt wer­den“, schluss­fol­gert Smo­le. Er ruft in Erin­ne­rung, dass es auch für den Magis­trats­di­rek­tor kei­ne offi­zi­el­le Ver­tre­tung gibt. „Das ist ein fahr­läs­si­ger Umgang mit den städ­ti­schen Ange­le­gen­hei­ten. Im Ernst­fall ist die Hand­lungs­fä­hig­keit der Stadt bedroht“, übt Smo­le schar­fe Kri­tik. Er for­dert: „Die Instal­la­ti­on des Stadt­rech­nungs­hofs muss genutzt wer­den, die­se und ande­re Lücken im Stadt­recht end­lich zu schlie­ßen.“

18.09.2021 07:36 - Update am: 18.09.2021 07:52
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Klagenfurter Grüne Philipp Smole, Obmann des Gemeinderatsclubs der Klagenfurter Grünen, übt Kritik an Bürgermeister Christian Scheider.

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