Völkermarkt
Ausstellung stellt neue Analogien her
Die Ausstellung schaffe Bewusstsein dafür, vor welchen Herausforderungen die Welt steht. Auch im Skulpturenpark fügen sich die tiefsinnigen, ergreifenden Werke perfekt in den Titel ein.
© LPD Kärnten
In der Ausstellung im Werner Berg Museum treffen drei Künstler und drei Welten aufeinander. Statements und Bilder von Werner Berg werden konfrontiert mit Zitaten aus den Schriften und Filmen von Pier Paolo Pasolini und ergänzt durch Alfred Hrdlickas Zyklen „Pasolini“ und „The Rake‘s Progress“. Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete die Ausstellung mit hunderten Besuchern und den Vizebürgermeistern Daniel Wriessnig und Hermann Enzi, mit Stadtrat Markus Trampusch und mit Museumsdirektor Arthur Ottowitz.
Kritik an der Gesellschaft
„Diese Ausstellung ist eine Anklage gegen den Verlust bäuerlicher Identität und den aufsteigenden Materialismus, der über allem zu stehen scheint. Sie ist eine Anklage gegen die Verurteilung von Homosexualität und das anders sein. In Leiden schaffenden Darstellungen, in Bildern wie Texten, bereitet diese Ausstellung nicht Freude, sondern rüttelt auf“, meint Kaiser. Der Landeshauptmann erinnerte an Émile Szola und sein Werk „Ich klage an“, in dem er Kritik an der Gesellschaft geübt hat. Diese Kritik sei heute aktueller denn je.
Wriessnig wie Enzi hielten fest, dass das Werner Berg Museum ein kultureller wie wirtschaftlicher Faktor für Bleiburg und auch für die Bildung eine große Bereicherung sei. Bildhauer Hans-Peter Profunser, dessen Schaffen zeitgleich mit der neuen Ausstellung Pasolini Berg Hrdlicka im Skulpturenpark des Werner Berg Museums zu sehen ist, erläuterte sein „Gegen den Strom“ mit seiner Lebensgeschichte und seinem Aufzeigen der Verrohung der Gesellschaft, die er emotionslos, empathielos und völlig gleichgeschaltet sieht.
Wofür die Ausstellung Bewusstsein schafft
„Diese Ausstellung schafft es, zu berühren, man leidet mit, wenn man diese Bilder betrachtet und es wird sichtbar, dass Kunst vermag aufzuzeigen, aufzurütteln, wenn man sie sieht, hört und fühlt”, sagt der Museumsdirektor. Die Ausstellung schaffe Bewusstsein dafür, vor welchen Herausforderungen die Welt jetzt steht. Auch im Skulpturenpark fügen sich die tiefsinnigen, ergreifenden Werke perfekt in den Titel ein. Raimund Grilc begrüßte Gerhard Dörfler, Landtagsabgeordnete Manuela Lobnik, Valentin Inzko und den stellvertretenden Landesamtsdirektor Markus Matschek, sowie Werner Berg-Enkel Harald Scheicher.
Online-Tipp: wernerberg.museum
