Klagenfurt
Ingeborg-Bachmann-Haus feierlich eröffnet!
Das Elternhaus wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert und in einen Ort literarischer Begegnung, Forschung und Erinnerung umgestaltet.
© LPD Kärnten/Jannach
Mit einem Festakt im Stadttheater Klagenfurt wurde gestern (27. Juni 2025) die zuvor erfolgte Eröffnung des Ingeborg-Bachmann-Hauses in der Henselstraße 26 gefeiert. Das Elternhaus der bedeutenden Autorin, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte, wurde in den vergangenen Jahren umfassend saniert und in einen Ort literarischer Begegnung, Forschung und Erinnerung umgestaltet.
Ingeborg-Bachmann-Haus als Denkmal
„Ich wünsche mir, dass vom heutigen Tag eine Kraft ausgeht, die dem aktuellen Zeitgeist entgegentritt. In einer Zeit enormer Herausforderungen, in der Humanismus und Solidarität in den Hintergrund gedrängt werden, sind Literatur und Kultur für unsere Demokratie wichtiger denn je“, betonte Landeshauptmann Peter Kaiser. Mit dem Ingeborg-Bachmann-Haus habe habe man ein Denkmal für einen der größten Geister Kärntens geschaffen.
Für Vizekanzler Andreas Babler ist das Haus weit mehr als nur ein Gebäude: „Es ist ein Raum des Denkens, der Begegnung, des Austauschs, der Sprache und der Klarheit.“ Bachmann sei nicht nur literarisch herausragend, sondern auch ethisch bedeutend gewesen. Sie habe es verstanden, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Sie nutzte die Kraft der Sprache, um zur Selbstreflexion anzuregen.
Klagenfurt hat eine Weltautorin
Bernhard Fetz, Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek, unterstrich die internationale Bedeutung von Bachmanns Werken: „Ihre Texte zählen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe – mit Ingeborg Bachmann kann Klagenfurt mit Stolz eine Weltautorin ihr Eigen nennen.“ Besonders lobte er die Ausstellung im Bachmann-Haus: Trotz ihrer zurückhaltenden Gestaltung mangelt es der Ausstellung nicht an Prägnanz und Tiefe. Das Team rund um Kuratorin Katharina Herzmansky habe hervorragende Arbeit geleistet.“

