Sonnenstrom
Tilly Holzindustrie errichtet die größte PV-Anlage Kärntens
In Althofen entsteht bei Tilly Holzindustrie die größte zusammenhängende PV-Fläche Kärntens. Die Sonnenstrom-Produktion entspricht dem Jahresbedarf von 850 Haushalten.
© LPD Kärnten/Wolfgang Jannach
In Althofen entsteht die größte zusammenhängende Photovoltaik-Anlage auf einem Dach in Kärnten. Sie hat eine Fläche von rund 15.300 Quadratmetern und verfügt über eine Leistung von 3.033 Kilowatt-Peak (kWp). Die Anlage der Tilly Holzindustrie, die noch im Herbst in Betrieb gehen wird, erzeugt dann pro Jahr rund drei Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht.
Umsetzung durch zwei Kärntner Unternehmen
Die PV-Module wurden von der Energetica Industries GmbH in Liebenfels produziert und geliefert. Technisch setzt die Kelag Energie & Wärme GmbH die größte PV-Anlage um. „Wir haben alle drei großen Hallen mit PV-Modulen bestückt“, verrät Gerd Tilly. Die Anlage erzeugt pro Jahr den Jahresbedarf von rund 850 Haushalten. Den Strom nutzt die Tilly Holzindustrie zur Gänze.
„Grüne“ Leuchttürme
Das Land Kärnten sagte für das Projekt in Althofen Förderungen zu. „Kärnten ist auf europäischer Ebene und auch international Vorreiter in der Erzeugung erneuerbarer Energie. Mit der Umsetzung dieser bis dato größten zusammenhängenden Photovoltaik-Anlage setzen wir in Kärnten diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energie fort“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser. Im Bezirk St. Veit gibt es mehrere „grüne“ Leuchttürme, sagt Kaiser: „Dazu gehören unter anderem der Hersteller von PV-Modulen Energetica in Liebenfels, aber auch grüne innovative Anwendungen wie die Nutzung von PV-Strom durch die Firma Tilly Holzindustrie und die Nutzung von grüner Energie für die Fernwärme in Althofen durch die Kelag Energie & Wärme.“
Zudem verweist der Landeshauptmann auf die erst kürzlich gemeinsam mit Klima- und Umweltministerin Leonore Gewessler in Betrieb genommene größte solarthermische Anlage Österreichs in Friesach, die als Bürgerbeteiligungsmodell realisiert wurde.
PV-Anlagen auf Freiflächen gefordert
„Wir verbessern unseren grünen Fußabdruck. Allerdings: Die drei Millionen Kilowattstunden sind nur etwa zehn Prozent unseres gesamten Strombedarfs und wir haben keine weiteren Dachflächen mehr, die wir mit PV-Modulen bestücken können“, erläutert Tilly. Er stellt die Frage an die Politik: „Wie geht es weiter? Wir werden auch Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen errichten müssen!“
