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Kurz­ar­beit trotz vol­ler Auf­trags­bü­cher

Der Ladetechnik-Spezialist „go-e“ aus Feldkirchen muss mit morgigem 1. Oktober 48 Beschäftigte in Kurzarbeit schicken, weil ein Lieferengpass die Produktion von Ladestationen für Elektro-Autos bremst.

Kurz­ar­beit trotz vol­ler Auf­trags­bü­cher Vincent Marbé (Geschäftsführer), Peter Pötzi (Unternehmensgründer und Innovationsleiter) sowie Susanne Palli (Geschäftsführerin, von links) vor dem Produktions- und Verwaltungsgebäude der go-e GmbH in Feldkirchen

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Kurz­ar­beit trotz vol­ler Auf­trags­bü­cher – mit die­ser kurio­sen und für Mit­ar­bei­ter unan­ge­neh­men Situa­ti­on sieht sich sich die go‑e GmbH mit Sitz in Feld­kir­chen kon­fron­tiert. Schuld dar­an ist ein Lie­fer­eng­pass: Wegen einer welt­wei­ten Knapp­heit an Elek­tro­nik-Kom­po­nen­ten muss der Wall­box-Her­stel­ler mit mor­gi­gem 1. Okto­ber 48 Beschäf­tig­te zur Kurz­ar­beit anmel­den.

Kurz­ar­beit vor­erst für drei Mona­te

Betrof­fen sind Mit­ar­bei­ter aus Pro­duk­ti­on und Lager. Wegen wie­der­hol­ter coro­nabe­ding­ter Ein­schrän­kun­gen kann ein Schlüs­sel­lie­fe­rant die bestell­te Men­ge an elek­tro­ni­schen Bau­tei­len nicht ter­min­ge­recht lie­fern. Der Lade­tech­nik-Spe­zia­list „go‑e“ ist daher gezwun­gen, die eige­nen Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten wöchent­lich dem Volu­men an ver­füg­ba­ren Bau­tei­len anzu­pas­sen. Die Zulie­fer­si­tua­ti­on bleibt vor­aus­sicht­lich bis zum Jah­res­en­de ange­spannt, wes­halb die Dau­er der Kurz­ar­beit zunächst auf drei Mona­te aus­ge­legt ist.

Enger Aus­tausch mit AMS und Sozi­al­part­nern

Weil sich der Ver­sor­gungs­eng­pass bereits ange­deu­tet hat­te, ste­hen Per­so­nal­ab­tei­lung und Geschäfts­füh­rung seit eini­gen Wochen im inten­si­ven Aus­tausch mit AMS und Sozi­al­part­nern. Auch die Beschäf­tig­ten wur­den früh­zei­tig über die Lie­fer­si­tua­ti­on und mög­li­che Fol­gen infor­miert. „go‑e“-Geschäftsführerin Susan­ne Pal­li dankt den öffent­li­chen Part­nern für das vor­über­ge­hen­de Beschäf­ti­gungs­mo­dell: „Mit der Kurz­ar­beit kön­nen wir unse­rem qua­li­fi­zier­ten Team in her­aus­for­dern­den Wochen kla­re Zukunfts­per­spek­ti­ven bie­ten. Gleich­zei­tig bewah­ren wir uns einen Teil des erar­bei­te­ten finan­zi­el­len Spiel­raums, der gera­de jetzt für stra­te­gi­sche Inves­ti­tio­nen von hoher Bedeu­tung ist, um unser Unter­neh­men in Euro­pa auch lang­fris­tig als bedeu­ten­den Her­stel­ler für smar­te Elek­tro­au­to-Lade­sta­tio­nen zu eta­blie­ren.“

94 Mit­ar­bei­ter an drei Stand­or­ten

In die­ser Posi­ti­on wird das Unter­neh­men, so Pal­li, auch in Zukunft zusätz­li­che Arbeits­plät­ze schaf­fen und zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung an den Stand­or­ten bei­tra­gen. Übli­cher­wei­se ist Kurz­ar­beit mit einer redu­zier­ten Ent­loh­nung ver­bun­den. Um die von der Kurz­ar­beit betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter finan­zi­ell abzu­si­chern, gleicht „go‑e“ den Lohn im Rah­men der gesetz­li­chen Mög­lich­kei­ten auf hun­dert Pro­zent an. Im Unter­neh­men arbei­ten der­zeit 94 Beschäf­tig­te an drei Stand­or­ten, der über­wie­gen­de Teil am Ver­wal­tungs- und Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Feld­kir­chen.

 

Wis­sens­wert

Das Kärnt­ner Unter­neh­men go‑e GmbH mit Sitz in Feld­kir­chen ent­wi­ckelt und pro­du­ziert den „go‑e“-Charger, eine intel­li­gen­te Lade­sta­ti­on, die in ver­schie­de­nen Vari­an­ten für die sta­tio­nä­re sowie mobi­le Ver­wen­dung erhält­lich ist. Mit dem Pro­dukt las­sen sich alle in Euro­pa zuge­las­se­nen Elek­tro-Autos und Plug-in-Hybri­de mit zahl­rei­chen Kom­fort­funk­tio­nen laden. Die Nach­fra­ge ent­wi­ckelt sich auch im lau­fen­den Jahr im Ver­gleich zum Vor­jahr expo­nen­ti­ell. Trotz der aktu­el­len Zulie­fer­si­tua­ti­on beab­sich­tig­te das Unter­neh­men, bis Jah­res­en­de eine sechs­stel­li­ge Anzahl an Lade­sta­tio­nen zu pro­du­zie­ren und damit die Men­ge des ver­gan­ge­nen Jah­res annä­hernd zu ver­fünf­fa­chen.

30.09.2021 20:10
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Kurz­ar­beit trotz vol­ler Auf­trags­bü­cher Vincent Marbé (Geschäftsführer), Peter Pötzi (Unternehmensgründer und Innovationsleiter) sowie Susanne Palli (Geschäftsführerin, von links) vor dem Produktions- und Verwaltungsgebäude der go-e GmbH in Feldkirchen

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