CO2-Neutralität
Ausbau von E‑Ladestationen in Villach
Die Stadt Villach setzt mit dem Ausbau weiterer E-Ladestationen im Stadtgebiet einen wichtigen Schritt in Richtung CO2-Neutralität. Damit wird nicht nur zur Mobilitätswende im öffentlichen Raum beigetragen.
© Pixabay/Wolfgang Eckert
Der Einsatz von alternativen Antrieben ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung einer Mobilitätswende im öffentlichen Raum. Dazu gehört auch die Nutzung elektrobetriebener Fahrzeuge. Aus diesem Grund unterstützt die Stadt Villach die Errichtung der dafür notwendigen Infrastrukturen in Form von Elektro-Lademöglichkeiten.
Ausbau von E‑Ladestationen im Stadtgebiet
Zwei Schnellladestationen mit Leistungen bis zu 300 Kilowatt (kW) wurden bereits heuer in der Innenstadt errichtet. Um das Angebot weiter auszubauen, werden künftig weitere Ladestationen mit bis zu 50-kW-Leistung und darüber hinaus errichtet. In der Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, wer für diese Errichtung und den Betrieb verantwortlich ist. Der Partner für den Ausbau ist die Energie Klagenfurt GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Klagenfurt. In erster Linie sind zwei Standorte in Planung und noch heuer soll ein solcher umgesetzt werden. Vordergründiges Ziel sind unkomplizierte Lade-Angebote im Stadtgebiet, die mit hundert Prozent grünem Strom versorgt werden.
Bürger und Stadt profitieren vom Ausbau
„Der weitere Ausbau der Ladestationen-Infrastruktur gemeinsam mit der Energie Klagenfurt GmbH ist ein äußerst positives Beispiel der Zusammenarbeit innerhalb des Zentralraums Kärnten zwischen Kärntens größten Städten in Umwelt- und Mobilitätsfragen“, sagt Vizebürgermeisterin und Nachhaltigkeitsreferentin Irene Hochstetter-Lackner. „Vom erweiterten Angebot profitieren die Bürger, gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung im Bundesland“, hebt sie hervor. Durch das Vorhaben wird kein Bodenverbrauch stattfinden, da existierende Parkplätze genutzt werden. „Wir wollen die Bürger zum Verzicht auf PKW mit herkömmlichen Antrieben motivieren, ein entsprechendes Ladenetz ist dafür eine Mindestvoraussetzung“, betont Hochstetter-Lackner. Auch Bau- und Stadtplanungsreferent Stadtrat Harald Sobe ist vom Ausbau überzeugt: „Weitere E‑Ladestationen unterstützen den Bedarf an Flexibilität in der Innenstadt. Jede Ladestation erhält die Möglichkeit eines Anschlusses für E‑Bike- Ladestationen.“
Nutzung der E‑Ladestationen
Die E‑Ladestationen sollen rund um die Uhr genutzt werden können. Eine an der Ladestation angebrachte Service-Nummer hilft bei Bedienungsproblemen weiter. Zusätzlich gibt es die App „STW emobil“, die man im Google Play Store und im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Diese macht es unter anderem möglich, die Ladestationen zu finden. Die Tarife für die Nutzung basieren auf einem verbrauchsabhängigen Verrechnungssystem. Demzufolge wird nur das gezahlt, was das Elektroauto tatsächlich zum Verbrauch benötigt hat. Der Tarif beträgt 33 Cent pro geladener Kilowattstunde und richtet sich insbesondere an jene Konsumenten, die ihr E‑Auto innerhalb von drei Stunden zwischenladen möchten.
Investitionen für eine saubere Umwelt
Die Energie Klagenfurt GmbH investiert in die technische Aufrüstung der bestehenden Ladeinfrastruktur für Elektro-Autos. In Zukunft will sie mehrere Millionen Euro für den Ausbau des öffentlichen Ladenetzes investieren.150 Standorte mit insgesamt 280 Ladepunkten stehen in Kärnten zur Verfügung. „Beim Ausbau der E‑Ladestationen geht es um eine wichtige Investition für eine saubere Umwelt und um eine deutliche Effizienz-Steigerung für eine nachhaltige Mobilität“, blickt Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole in die Zukunft.