EMAS-Zertifikat
Umweltschutz-Auszeichnung für Elisabethinen-Krankenhaus
Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt wurde für seine wirkungsvollen Maßnahmen in puncto Umweltschutz mit dem EMAS-Zertifikat ausgezeichnet.
© William Tadros/BMK
Dem Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt wurde im Rahmen der Umweltmanagement-Konferenz in Wien das EMAS-Zertifikat für erfolgreiche Maßnahmen im Bereich Umweltschutz überreicht. Bereits seit dem Jahr 2019 ist das Krankenhaus im EMAS-Register der Europäischen Union eingetragen.
Wirkungsvolle Maßnahmen
Das Elisabethinen-Krankenhaus erhielt die EMAS-Urkunde für seine erfolgreichen Maßnahmen in puncto Umweltschutz und seine praxistauglichen Lösungen zur Reduktion von Umweltbelastungen. Überreicht wurde die Urkunde von Christian Holzer, Leiter der Sektion „Umwelt und Kreislaufwirtschaft“.
„EMAS erlaubt eine klare Orientierung auf die Umweltleistungen unseres Hauses. Wir streben eine ständige Verbesserung an, um den steigenden Qualitätsanforderungen unserer Patienten auch gerecht zu werden“, bekräftigte Michael Steiner, Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses und Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit.
Nachhaltig Sparen
Auf Nachhaltigkeit im täglichen Krankenhausbetrieb wird großer Wert gelegt. Es geht darum, den Bedarf an Wasser, Energie und anderen Ressourcen zu verringern. Die Energiekosten des Krankenhauses werden durch regelmäßige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten deutlich gesenkt. Erst kürzlich erfolgte beispielsweise der Austausch der Fenster. Weiters wird großer Wert auf Hygienestandards gelegt und die täglichen Müllmengen werden reduziert.
Auch Maßnahmen zur Sparsamkeit in der Küche wurden bereits umgesetzt: Sanierung der Krankenhausküche, Austausch der Großgeräte und die Anschaffung neuer energiesparender Kochtöpfe. Weiter engagiert sich das Elisabethinen-Krankenhaus in Kooperation mit dem Küchenbetreiber „Markas“ bei der Initiative „United Against Waste“. Das Motto des Programms lautet „Nix übrig für Verschwendung“. Dies ermöglicht die laufende Überwachung des Lebensmittelabfalls sowie die größten Einsparpotenziale leicht zu identifizieren.
Heizkosten senken
Für die Erzeugung von Wärme sorgt im Elisabethinen-Krankenhaus seit 2014 eine Grundwasser-Wärmepumpe, die vom hauseigenen Tiefenbrunnen im Klostergarten mit Wasser versorgt wird. Zudem ist das Krankenhaus an das Fernwärme-Netz der Stadt Klagenfurt angeschlossen. „Wird der Heizbedarf von 2014 mit dem Heizbedarf von heute verglichen, ergibt sich eine Einsparung beim Heizbedarf Fernwärme von rund 47 Prozent. Das bedeutet eine Reduktion von 47 Prozent für unsere Umwelt“, kalkuliert Elke Haber, kaufmännische Direktorin und ausgebildete CSR-Managerin.
Weitere Projekte
Der Therapiegarten in Kooperation mit der Drogenberatung VIVA, die Elisabethinen-Bienen mit dem Bienenschutzgarten und die „Blumenwies’n“ in Kooperation mit dem Maschinenring sind weitere nachhaltige Erfolgsbeispiele für das Elisabethinen-Krankenhaus.
Auch die Umstellung des Fuhrparks der Ambulanten Geriatrischen Remobilisation auf Elektromobilität für Fahrten zu den Patienten ist ein weiterer Teil der vielen Umwelt-Aktivitäten, die dem Ordenskrankenhaus die EMAS-Zertifizierung sowie die „Kurier“-Auszeichnung „Nachhaltigstes Unternehmen 2021“ einbrachte.
EMAS-Zertifizierung
Das EMAS-Gütesiegel der Europäischen Union gilt weltweit als das anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. Diese strenge Zertifizierung muss man sich alle drei Jahre aufs Neue verdienen. Das EMAS‑Überwachungsaudit wird von externen Umweltgutachtern der Quality Austria durchgeführt.
