Klagenfurt
105 Jahre Kärntner Volksabstimmung gefeiert
Mit einer Feier im Landhaushof und einer Gedenkzeremonie am Friedhof Annabichl hat Kärnten am Freitag an die Volksabstimmung von 1920 erinnert. Dabei haben Frieden, Zusammenhalt und das Miteinander im Mittelpunkt gestanden.
Gedenken und Feier in Klagenfurt
Am Freitag hat Kärnten den 105. Jahrestag der Volksabstimmung gefeiert. Zuerst hat am Friedhof Annabichl eine Kranzniederlegung stattgefunden, danach hat im Landhaushof der Festakt begonnen. Vertreter aus Politik, Kultur und Traditionsverbänden haben an die Entscheidung erinnert, mit der Kärnten 1920 bei Österreich geblieben ist.
Frieden und Miteinander im Fokus
In den Reden haben die Festredner betont, dass Frieden und Zusammenhalt gerade in schwierigen Zeiten wichtig bleiben. Sie haben daran erinnert, dass Frieden nichts Selbstverständliches ist und täglich erhalten werden muss.
Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser: „Der 10. Oktober ist unser Auftrag, nie zu vergessen woher wir kommen und immer zu wissen wohin wir wollen für ein Kärnten, das für alle ist, die hier leben. Nicht nur auf die Historie zurückblicken, sondern auch stolz auf das zu sein, was wir erreicht haben. Kärnten ist heute ein gefragtes Bundesland, das selbstbewusst und offen mitten in Europa steht, darauf können wir stolz sein. Doch all das, was wir heute als selbstverständlich betrachten, war mühsam erkämpft. Und mit dem Blick auf die geopolitische Lage muss man sich bewusst sein: Frieden ist nichts, was einfach da ist. Er muss jeden Tag aufs Neue gelebt und geschützt werden.“
Kärnten blickt in die Zukunft
Landeshauptmann Peter Kaiser hat hervorgehoben, dass der 10. Oktober Auftrag und Erinnerung zugleich ist. Kärnten habe sich zu einem offenen und selbstbewussten Land entwickelt. Landtagspräsident Reinhart Rohr hat auf weitere Jubiläen hingewiesen und hat betont, wie wichtig gemeinsames Feiern für das Zusammengehörigkeitsgefühl ist.
Musik und Tradition
Musik, Chöre und Traditionsverbände haben den Tag begleitet. Der 10. Oktober ist auch diesmal ein Zeichen des Miteinanders gewesen – und hat gezeigt, dass Kärnten seine Geschichte nicht vergisst, aber mit Blick nach vorne feiert.