Köfer wehrt sich gegen Vorwürfe

„Die­se Schmutz­kü­bel-Kam­pa­gne muss ein Ende haben“

Bürgermeister Gerhard Köfer ist bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gemeinsam mit einem Rechtsanwalt vor die Medien getreten und hat Vorwürfe von ÖGB bzw. younion zurückgewiesen. Er hat betont, Unterlagen seien ihm freiwillig übermittelt worden.

„Die­se Schmutz­kü­bel-Kam­pa­gne muss ein Ende haben“ Bürgermeister Gerhard Köfer hat ÖGB-Vorwürfe bei einer Pressekonferenz zurückgewiesen und rechtliche Schritte angekündigt.

© Klick Kärnten

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Pres­se­kon­fe­renz und Zurück­wei­sung

Bei einer kurz­fris­tig anbe­raum­ten Pres­se­kon­fe­renz trat Bür­ger­meis­ter Ger­hard Köfer gemein­sam mit Rechts­an­walt Mag. Som­mer vor die Medi­en, um die gegen ihn erho­be­nen Vor­wür­fe der Gewerk­schaft ÖGB bzw. youni­on ent­schie­den zurück­zu­wei­sen.

Köfer stell­te klar, dass er die Unter­la­gen zur Gewerk­schafts­wahl nicht ein­ge­for­dert, son­dern die­se frei­wil­lig über­mit­telt bekom­men habe. „Ich bat um die Unter­la­gen – ich habe sie nicht ver­langt. Der ÖGB hat mir die­se frei­wil­lig über­ge­ben“, beton­te er. Die aktu­el­len Anschul­di­gun­gen sei­en aus sei­ner Sicht kon­stru­iert und wür­den aus­schließ­lich Ver­un­si­che­rung erzeu­gen.

„Schmutz­kü­bel­kam­pa­gne“ und ver­här­te­te Fron­ten

Der Bür­ger­meis­ter sprach von einer geziel­ten „Schmutz­kü­bel­kam­pa­gne“ gegen sei­ne Per­son. Es habe bis heu­te nur ein ein­zi­ges Gespräch mit allen Betei­lig­ten gege­ben, inklu­si­ve der Stadt­amts­di­rek­to­rin. Er selbst sei „von Anfang an bemüht“ gewe­sen, gemein­sam eine Lösung zu fin­den. Die Gewerk­schaft hin­ge­gen sei „nicht ein­sich­tig gewe­sen“.

Köfer wies erneut alle Vor­wür­fe rund um angeb­li­che Ein­fluss­nah­me auf die Wahl, Druck auf Mit­ar­bei­ter oder Ein­grif­fe in den Ablauf zurück. „Ich hand­le weder aus Trotz noch aus poli­ti­schem Kal­kül. Es braucht Trans­pa­renz, und ich habe zu kei­nem Zeit­punkt Ein­fluss genom­men.“

Kri­tik an Wahl­or­ga­ni­sa­ti­on

Laut Köfer sei­en im Zuge der Wahl meh­re­re orga­ni­sa­to­ri­sche Feh­ler pas­siert, für die jedoch die Gewerk­schaft ver­ant­wort­lich sei. So sei die Wahl nicht ord­nungs­ge­mäß ange­mel­det, Mit­ar­bei­ter sei­en nicht frei­ge­stellt wor­den, und statt des vor­ge­se­he­nen drei­köp­fi­gen Teams habe am Ende nur eine ein­zel­ne Per­son die Stim­men aus­ge­zählt.

„Aus mei­ner Sicht war die Wahl alles ande­re als geheim“, so Köfer. Alle schrift­li­chen Stel­lung­nah­men der betei­lig­ten Per­so­nen wür­den bestä­ti­gen, dass kei­ne Ein­fluss­nah­me statt­ge­fun­den habe. Der zustän­di­ge Wahl­lei­ter selbst habe schrift­lich fest­ge­hal­ten, dass es weder vor noch wäh­rend der Wahl eine Ein­mi­schung durch den Bür­ger­meis­ter gege­ben habe.

Wäh­ler­lis­te erst nach der Wahl über­ge­ben

Ein zen­tra­ler Punkt in den Vor­wür­fen sei die Behaup­tung, Köfer habe Wäh­ler­lis­ten wäh­rend des Wahl­vor­gangs ange­for­dert. Dies demen­tiert er ent­schie­den:

„Die Lis­te der Wahl­be­rech­tig­ten wur­de erst nach der Wahl und auf Initia­ti­ve einer Gewerk­schafts­funk­tio­nä­rin über­ge­ben. Es gab kei­ne Kopie, kei­ne Wei­ter­ga­be wäh­rend der Wahl.“

Die­se Dar­stel­lung deckt sich auch mit Aus­sa­gen von Bediens­te­ten, die im Rat­haus tätig waren.

Recht­li­che Schrit­te ange­kün­digt

Rechts­an­walt Mag. Som­mer kün­dig­te an, die Vor­wür­fe des ÖGB juris­tisch prü­fen zu las­sen: „Es wird nun gericht­lich zu klä­ren sein, wie sich der Sach­ver­halt tat­säch­lich dar­ge­stellt hat. Die Anschul­di­gun­gen, der Bür­ger­meis­ter hät­te in die Wahl ein­ge­grif­fen, sind nicht halt­bar.“

Zudem gebe es laut Som­mer Hin­wei­se auf mög­li­che unrecht­mä­ßi­ge Vor­gän­ge beim Ein­tritt neu­er Mit­ar­bei­ter in die Gewerk­schaft, etwa das offen­si­ve Anwer­ben und die damit ver­bun­den Mit­glieds­bei­trä­ge. Auch hier sei­en recht­li­che Schrit­te geplant.

Kei­ne Wahl­an­fech­tung

Köfer beton­te abschlie­ßend, dass er kei­ne Anfech­tung der Wahl anstre­be:

„Mich hat die Wahl vor­ab nicht inter­es­siert – und auch nach­her nicht.“ Die Fron­ten sei­en zwar ver­här­tet, den­noch wol­le man wei­ter­hin zur Auf­klä­rung bei­tra­gen.

05.12.2025 15:00 - Update am: 05.12.2025 16:24
Anzeige
„Die­se Schmutz­kü­bel-Kam­pa­gne muss ein Ende haben“ Bürgermeister Gerhard Köfer hat ÖGB-Vorwürfe bei einer Pressekonferenz zurückgewiesen und rechtliche Schritte angekündigt.

© Klick Kärnten