Klagenfurt
Vinzenz-Rizzi-Preis an Peter Kaiser verliehen!
Die Vergabe des Vinzenz-Rizzi-Preises an Peter Kaiser wurde von Augustine Gasser mit seinem Engagement für die Volksgruppenpolitik und Menschenrechte begründet.
Gustav Brumnik, Augustine Gasser, Landeshauptmann Peter Kaiser, Julija Schellander-Obid und Valentin Sima (von links).© LPD Kärnten/Wajand
Landeshauptmann Peter Kaiser wurde im Kärntner Landesarchiv vom Zentralverband slowenischer Organisationen (ZSO) und Slowenischen Kulturverband (SPZ) mit dem Vinzenz-Rizzi-Preises ausgezeichnet. Der Preis geht an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Rechte der Volksgruppen, für den Schutz demokratischer Werte sowie für ein respektvolles und zukunftsorientiertes Zusammenleben von Minderheit und Mehrheit einsetzen.
Komitee Kärnten-Slowenien
Kaiser nahm den Preis unter Standing Ovations entgegen. Er nehme ihn in Demut und Dankbarkeit an. „Das slowenische Wort, die slowenische Kultur sind Kostbarkeiten, die uns verbinde.” Er versprach, weiterhin Brücken für den Dialog und das Zusammenleben zu bauen. Im dritten Jahrtausend gehe es um den Respekt vor jeder Sprache. Kärnten habe es geschafft, historisch Belastendes, Instrumentalisierendes, ein Gegeneinander zu etwas Verbindendem und Vielfalt zu wandeln. Ein wichtiger Transmissionsriemen sei dabei die Kultur. Kaiser hob die Feiern zum 10. Oktober hervor, bei denen in beiden Sprachen etwas Neues und Zukunftsorientiertes eingebracht werde. Besonders gefreut habe ihn ein Vorschlag des früheren slowenischen Ministers Karl Erjavec: „Machen wir statt eines Kontaktkomitees ein gemeinsames Komitee Kärnten-Slowenien.“ Das sagt für Kaiser sehr viel aus.
Brückenbauer und Europäer
Die Vergabe des Vinzenz-Rizzi-Preises an Kaiser wurde von Augustine Gasser vom ZSO mit seinem Engagement für die Volksgruppenpolitik und Menschenrechte begründet. Seit seinem Amtsantritt 2013 habe er die Volksgruppenpolitik Kärntens auf ein neues Fundament gestellt, womit ein Klima des Respekts, des Miteinanders und der europäischen Werte geschaffen worden sei. Kaiser habe durch sein konsequentes und integratives Wirken mit Verantwortungsbewusstsein, menschlicher Haltung und visionärer Kraft ein neues Kapitel des Zusammenlebens in Kärnten aufgeschlagen: „Er ist ein echter Brückenbauer.“ In Vertretung von SPZ-Vorsitzendem Mitja Rovšek dankte auch Julija Schellander-Obid.
Kaiser habe Kärnten verändert
Verlesen wurde eine Laudatio, die Ana Blatnik als langjährige Wegbegleiterin Kaisers geschrieben hat. Für Blatnik war es eine wichtige Geste, dass Kaiser bei der Feier am 10. Oktober 2013 Teile seiner Rede auf Slowenisch gesprochen habe: „Das hat es bis dahin noch nie gegeben.“ Haltung und Respekt könne man nicht verordnen, man müsse sie leben und vorleben, hieß es in der Laudatio weiter. Kaiser habe Kärnten deutlich verändert, es sei ein selbstbewusstes, liebens- und lebenswertes Land mitten in Europa. Mehrsprachigkeit werde nunmehr als Bereicherung verstanden.
