ARA-Flugrettung

Flug­ret­ter prob­ten in Fre­sach den Ernst­fall

Weil Bergungen mit der Winde bei Rettungseinsätzen wieder zunehmen werden, bereiteten sich die Retter der ARA-Flugrettung gestern intensiv auf den Ernstfall vor.

Flugrettung Die ARA-Flugrettung trainierte die extrem herausfordernden und meist spektakulären Einsätze mit der Rettungswinde im Großraum Fresach.

© ARA

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„Im Ernst­fall zählt jede Sekun­de. Da muss jeder Hand­griff exakt sit­zen“, betont Phil­ipp Hei­den­reich, lei­ten­der Flug­ret­ter der ARA-Flug­ret­tung. Des­halb hielt die Flug­ret­tung am gest­ri­gen Sams­tag im Groß­raum Fre­sach das halb­jähr­li­che Win­den­trai­ning ab – selbst­ver­ständ­lich unter strik­ter Ein­hal­tung eines umfas­sen­den Covid-Prä­ven­ti­ons­kon­zepts. Dabei übte die Crew des Not­arzt­hub­schrau­bers „RK 1“ im alpi­nen Umfeld das rasche und vor allem siche­re Hand­ling mit der Ret­tungs­win­de.

Men­schen zieht es in die Ber­ge

Die Einsätze mit der am Not­arzt­hub­schrau­ber vom Typ „Air­bus H145“ fix mon­tier­ten Ret­tungs­win­de haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren signi­fi­kant zuge­nom­men. Der Rekord­wert aus dem Jahr 2019 mit 70 Win­den­ber­gun­gen wur­de 2020 wegen der Covid-Pan­de­mie zwar nicht erreicht, in den kom­men­den Mona­ten rech­net die ARA-Flug­ret­tung jedoch mit einem spürbaren Anstieg. „Wir gehen davon aus, dass es im Som­mer auf­grund der Covid-Kri­se wie­der extrem vie­le Men­schen in die Ber­ge zie­hen wird. Eine Zunah­me der Windeneinsätze ist daher abseh­bar“, pro­phe­zeit Chris­ti­an Zlöbl, lei­ten­der Win­den­ope­ra­tor.

Wert­vol­le Zeit gewin­nen

Der medi­zi­ni­sche Lei­ter der ARA-Flug­ret­tung, Ger­not Aichin­ger, fügt hin­zu: „Die fix ange­bau­te Ret­tungs­win­de hat zwei ganz ent­schei­den­de Vor­tei­le. Einer­seits kann der Pati­ent, wenn eine Lan­dung an der Unfall­stel­le nicht möglich ist, deut­lich schnel­ler not­fall­me­di­zi­nisch ver­sorgt wer­den, ande­rer­seits gewinnt man auch beim Abtrans­port wert­vol­le Zeit.“ Das kön­nen genau jene weni­gen Mit­un­ter sein, die über Leben und Tod ent­schei­den.

Bes­tens vor­be­rei­tet

Das Fazit der Übung: Die bei­den Übungsleiter Chris­ti­an Zlöbl und Phil­ipp Hei­den­reich waren mit dem Ver­lauf des gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Trai­nings sehr zufrie­den: „Das Zusam­men­spiel zwi­schen Pilo­ten, Win­den­ope­ra­to­ren, Notärzten und Flug­ret­tern hat auch dies­mal wie­der per­fekt funk­tio­niert. Wir sind für die kom­men­de Som­mer­sai­son mit den zu erwar­ten­den zahl­rei­chen Windeneinsätzen im alpi­nen Gelände top vor­be­rei­tet – und zwar mit Sicher­heit.“

 

11.04.2021 10:56 - Update am: 11.04.2021 11:05
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Flugrettung Die ARA-Flugrettung trainierte die extrem herausfordernden und meist spektakulären Einsätze mit der Rettungswinde im Großraum Fresach.

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