Zehn-Jahr-Jubiläum
Arbeiterkammer: Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung
Soziale Ungleichheit steigt in der Corona-Pandemie an, wodurch Verteilungsfragen in den Vordergrund rücken. Diese Entwicklungen thematisierten die „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“ der Arbeiterkammer Kärnten.
© AK/Gernot Gleiss
Seit zehn Jahren lädt die Arbeiterkammer Kärnten zu den „Kärntner Gesprächen zur demokratiepolitischen Bildung“. Zum Jubiläum beschäftigte sich dieses Gespräch mit nationalen und globalen Entwicklungen, die – nicht nur in den vergangenen Monaten – Demokratie und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen stellen. Die Veranstaltung im Konferenzsaal der Arbeiterkammer in Klagenfurt stand unter dem Titel: „Wie lange können wir uns das noch leisten? Warum Verteilungsgerechtigkeit die Demokratie fördert“.
Effekte des globalen Kapitalismus
Experten aus Wien wie Tamara Ehs (Demokratie-Wissenschafterin), Martin Schürz (Ökonom und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien) oder Ulrich Brand (Politikwissenschafter) setzten sich mit den Effekten des globalen Kapitalismus und dessen ungerechter Verteilung in den einzelnen Keynotes-Referaten auseinander. Landeshauptmann Peter Kaiser sprach zu Beginn in seinem einführenden Statement von der Unverzichtbarkeit der Demokratie. „Demokratie muss täglich neu erkämpft und erarbeitet werden“, sagte Kaiser, der Oskar Negt in seiner Ansprache zitierte.

Gerechtigkeit der Verteilung
Tamara Ehs thematisierte in ihrem Keynote die Kipppunkte der Demokratie. Martin Schürz stellte seinen Vortrag „Vermögenskonzentration nach der Pandemie“ dem Publikum vor. Ulrich Brand, der online zugeschaltet war, sprach in seinem Vortrag von „Verteilungsgerechtigkeit jenseits der imperialen Lebensweise – Dilemmata progressiver Gewerkschaftspolitik“.
Im moderierten Abschlussgespräch sprach Ute Liepold, promovierte Philosophin und Lehrbeauftragte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, über „Kunstschaffende, die nun das neue Prekariat sind“.

Online-Tipp
Die gesamte Veranstaltung gibt es online (ktn.ak.at/mediathek) zum Nachsehen.

