Fünf-Phasen-Regelung

Kärn­tens Wir­te und Hote­liers schla­gen Alarm!

Nach der Präsentation der Fünf-Phasen-Regelung kritisieren Kärntens Gastronomie und Hotellerie vor allem die Phasen vier und fünf (Eintritte nur für Geimpfte). Stefan Sternad (Gastronomie) und Sigismund E. Moerisch (Hotellerie) bringen die Kritik auf den Punkt.

Kärn­tens Wir­te und Hote­liers schla­gen Alarm! Kärntens Gastronomie- und Hotellerie-Vertreter kritisieren: „Phase vier und fünf haben enorme Umsatzeinbußen zur Folge!“

© Pixabay/Hans Braxmeier

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

In den ver­gan­ge­nen Tagen lie­fen die Tele­fo­ne heiß: Vie­le Gas­tro­no­men und Hote­liers mach­ten ihrem Unmut über die Ein­füh­rung der zwei neu­en Stu­fen bei Coro­na-Maß­nah­men Luft. Kon­kret las­sen die Pha­sen vier und fünf (Ein­tritt nur für Geimpf­te) die Alarm­glo­cken schril­len.

Ver­zweif­lung und Ohn­macht

Als Mischung zwi­schen Ver­zweif­lung und Ohn­macht beschreibt Ste­fan Sternad, Obmann der Fach­grup­pe Gas­tro­no­mie in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, die Stim­mung unter sei­nen Kol­le­gen. Zwar hat die Bran­che Ver­ständ­nis dafür, dass es gewis­se Rege­lun­gen geben muss und die Poli­tik wei­te­re Anrei­ze für noch nicht Geimpf­te schaf­fen möch­te. „Aber Ver­bo­te und Stra­fen sind auf Dau­er nicht ziel­füh­rend. Vor allem kann man das nicht immer auf dem Rücken der Betrie­be aus­tra­gen. Das ist mit Sicher­heit der fal­sche Weg“, bringt es Sternad auf den Punkt.

Mas­si­ve Ein­bu­ßen

Die hei­mi­sche Tou­ris­mus­wirt­schaft muss­te in den ver­gan­ge­nen ein­ein­halb Jah­ren mas­si­ve Ein­bu­ßen hin­neh­men. Trotz­dem wur­den alle Coro­na-Maß­nah­men mit­ge­tra­gen. Mit gro­ßem Erfolg: Es gab kaum Clus­ter-Bil­dun­gen und Infek­tio­nen im Tou­ris­mus. „Aber anstatt die­sen Ein­satz zu hono­rie­ren, sind wir nun wie­der die Ers­ten, die von Restrik­tio­nen betrof­fen sind“, kri­ti­siert Sigis­mund E. Moe­risch, Obmann der Fach­grup­pe Hotel­le­rie in der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten.

Vie­le offe­ne Fra­gen

Sternad und Moe­risch for­dern rasch Ant­wor­ten auf offe­ne Fra­gen. So ist der­zeit unklar, wie sich Maß­nah­men ab der vier­ten Stu­fe auf die Beschäf­ti­gung von Dienst­neh­mern aus­wirkt. „Dür­fen Mit­ar­bei­ter, die getes­tet, aber nicht geimpft sind, dann nicht mehr in unse­ren Betrie­ben arbei­ten? Das ist nur eine von vie­len offe­nen Fra­gen, die in den Betrie­ben zu Ver­un­si­che­rung füh­ren“, betont Sternad. Er macht kein Geheim­nis dar­aus, dass sich die Bran­che von der Poli­tik ein bes­ser durch­dach­tes Vor­ge­hen mit mehr Weit­blick erwar­tet. „Wir befin­den uns nun seit über ein­ein­halb Jah­ren in die­ser Situa­ti­on und die Poli­tik arbei­tet noch immer mit Schnell­schüs­sen. Das ist ent­täu­schend und frus­trie­rend für alle Wirt­schafts­trei­ben­den“, stellt Sternad fest.

 

Wis­sens­wert

Wie wich­tig die Tou­ris­mus-Wirt­schaft für Kärn­ten ist, bele­gen Zah­len: Kärn­tens Tou­ris­mus- und Frei­zeit­be­trie­be erwirt­schaf­ten mit 40.000 Beschäf­tig­ten einen Umsatz von 3,7 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr und sor­gen für 940 Mil­lio­nen Euro Net­to-Ein­kom­men im Land. Damit sind die Tou­ris­mus-Betrie­be ein ent­schei­den­der Wirt­schafts­mo­tor für wei­te­re Bran­chen wie Han­del, Dienst­leis­tun­gen oder Hand­werk.

26.10.2021 17:50
Anzeige
Kärn­tens Wir­te und Hote­liers schla­gen Alarm! Kärntens Gastronomie- und Hotellerie-Vertreter kritisieren: „Phase vier und fünf haben enorme Umsatzeinbußen zur Folge!“

© Pixabay/Hans Braxmeier