Masterplan

13 Pro­jek­te für die Zukunft Wolfs­bergs

Die Stadtgemeinde Wolfsberg stellte im „KUSS“ ihren Masterplan „Wolfsberg 2030“ vor. Dieser sieht 13 Einzelprojekte für die Stadtentwicklung vor.

13 Pro­jek­te für die Zukunft Wolfs­bergs Das Masterplan-Projektteam bei der Präsentation im „KUSS“: Lisa Schatz und Rainer Rosegger (beide Agentur „Scan“), Eva Schatz (Stadtmarketing), Günther Rampitsch (Abteilungsleiter Umwelt und öffentlicher Verkehr), Bürgermeister Hannes Primus, Benjamin Melcher (Architekturbüro „balloon“) und Gernot Rüf (Leiter der Abteilung Infrastruktur, von links)

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Die Stadt­ge­mein­de Wolfs­berg führ­te im Vor­jahr eine Bür­ger­be­fra­gung durch. Die Ergeb­nis­se und das dar­aus abge­bil­de­te Leit­bild dien­ten als Grund­la­ge für die Erstel­lung eines Mas­ter­plans für Wolfs­berg. Die­ser sieht als Maß­nah­men 13 Ein­zel­pro­jek­te für die Stadt­ent­wick­lung vor. Der Mas­ter­plan „Wolfs­berg 2030“ wur­de vor weni­gen Tagen im Rah­men einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung im „KUSS“ prä­sen­tiert.

2.000 Fra­ge­bö­gen

„Das sind Ideen und Visio­nen, die uns eine Marsch­rich­tung vor­ge­ben. Die Pro­jek­te wol­len wir jetzt ver­tieft dis­ku­tie­ren und ein­zeln in den vor­ge­se­he­nen Gre­mi­en wie dem Gemein­de­rat wei­ter behan­deln“, erklär­te Bürgermeister Han­nes Pri­mus. Nach der Vor­stel­lung des Kon­zepts für die Stadt­ent­wick­lung durch Günther Ram­pitsch (Abtei­lungs­lei­ter Umwelt und öffentlicher Ver­kehr) ging Rai­ner Roseg­ger (Agen­tur „Scan“) auf die Ergeb­nis­se der Bür­gerbefra­gung ein: Der Rücklauf betrug 2.000 beant­wor­te­te Fragebögen, was einer Teil­nah­me von rund zehn Pro­zent der erwach­se­nen Bevölkerung Wolfs­bergs ent­spricht.

Die wich­tigs­ten The­men

Gereiht nach Wich­tig­keit wünscht sich die Bevölkerung fol­gen­de fünf Maß­nah­men am meis­ten: „Stei­ge­rung der Aufenthaltsqualität“, „Sanie­rung von Woh­nun­gen“, „Ange­bot für Kin­der und Jugend­li­che“, „Mehr Grün und Was­ser in der Innen­stadt“ und „Attrak­ti­vie­rung des Lavant-Ufers“. Die Bür­ger gaben auch kon­kre­ten Hand­lungs­be­darf bei den The­men „Parkplätze“, „Geschäftsvielfalt“ und „anspre­chen­de Gas­tro­no­mie“ an. Das dar­aus ent­wi­ckel­te Leit­bild für Wolfs­berg fass­te Archi­tekt Johan­nes Wohovs­ky in drei Schwer­punk­te zusam­men:

  1. Öffentlicher Raum und Woh­nen: Innerstädtisches Woh­nen fördern, „Grätzl-Bildung“ sowie Begeg­nungs­zo­nen und ande­re ver­kehrs­be­ru­hi­gen­de Maß­nah­men schaf­fen.
  2. Grünraum: Schaf­fung von „grü­nen“ Inseln, Bekämpfung von „Heat Islands“ (gro­ße Betonflächen), Grünräume wei­ter­ent­wi­ckeln und Aus­bau der blau­en Infra­struk­tur (Was­ser auf Plätzen sicht­bar machen).
  3. Mobilität: Fahr­rad­freund­li­che Gemein­de, intel­li­gen­te Bewirt­schaf­tung von Parkplätzen (Kurz- und Dauerparkplätze), Aus­bau Begeg­nungs­zo­ne und Auf­bau eines smar­ten Ver­kehrs­leit­sys­tems

Aus­blick auf die nächs­ten Maß­nah­men

Wohovksy ging in sei­ner Präsentation auf fünf Ein­zel­pro­jek­te ein: den Wei­her­platz, die Zone Sporergasse/Hecher, den Bereich Bahn­hof, den Lavant­kai und die Obe­re Stadt. Die ver­bin­den­den Ideen dabei: Vervollständigung des Rad­wegss R10 durch die Innen­stadt, Auf­wer­tung des Bahn­hof­platzs (in Ver­bin­dung mit der Stärkung der Bahn­in­fra­struk­tur durch den Kor­alm­tun­nel), neue Nah­erho­lungs­zo­nen (begrünte Plätze, Lavant­kai) und Eindämmung des Durch­zugs­ver­kehr. Alle 13 Pro­jek­te sind im Doku­ment „Mas­ter­plan“ online auf www.wolfsberg.at detail­liert angeführt,

Abschlie­ßend gab Ger­not Rüf (Lei­ter der Abteilung Infra­struk­tur) einen Aus­blick auf bevor­ste­hen­de Bau­maß­nah­men am Getrei­de­markt, wo der Umbau mit Bepflan­zung von Bäumen und teil­wei­ser Frei­le­gung des Schoss­ba­ches im nächsten Jahr durchgeführt wer­den soll. Ins­ge­samt sol­len, so Rüf, ver­mehr­te Pop-up-Ele­men­te (vorübergehende Ein­bah­nen, Platzmöblierungen oder befris­te­te Umnut­zun­gen von Flächen) in der städtischen Infra­struk­tur zum Ein­satz kom­men. Bei die­sem The­ma arbei­tet die Stadt Wolfs­berg mit dem Insti­tut für Städtebau an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz zusam­men. Bürgermeister Pri­mus abschlie­ßend: „Jetzt müssen wir schau­en, wie die Ideen funk­tio­nie­ren können. Wir wer­den in wei­te­rer Fol­ge vor allem mit den leist­ba­ren Din­gen anfan­gen. Die Pläne sind am Tisch, die Dis­kus­si­on ist eröffnet.“

28.10.2021 07:50
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13 Pro­jek­te für die Zukunft Wolfs­bergs Das Masterplan-Projektteam bei der Präsentation im „KUSS“: Lisa Schatz und Rainer Rosegger (beide Agentur „Scan“), Eva Schatz (Stadtmarketing), Günther Rampitsch (Abteilungsleiter Umwelt und öffentlicher Verkehr), Bürgermeister Hannes Primus, Benjamin Melcher (Architekturbüro „balloon“) und Gernot Rüf (Leiter der Abteilung Infrastruktur, von links)

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