BESTATTUNG & GEDENKEN
Baumbestattung in Althofen wird immer beliebter
Die Baumbestattung am städtischen Friedhof in Althofen erfreut sich wachsender Beliebtheit. Eine neue Gedenkstätte für Sternenkinder und namenlos Verstorbene ist ebenfalls geplant.
Die Baumbestattung am städtischen Friedhof in Althofen bietet eine naturnahe letzte Ruhestätte ohne klassische Grabpflege.© Foto: Althofen
Naturnah, würdevoll und ohne aufwendige Grabpflege: In Althofen entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Baumbestattung. Die Stadtgemeinde schafft zudem eine neue Gedenkstätte für Sternenkinder und namenlos Verstorbene.
Mit dem bevorstehenden Allerheiligenfest rückt das Gedenken an verstorbene Angehörige wieder verstärkt in den Mittelpunkt. In Althofen hat sich in den vergangenen drei Jahren eine besondere Form der letzten Ruhestätte etabliert: die Baumbestattung am städtischen Friedhof.
Letzte Ruhe unter Bäumen
Im oberen Bereich des neuen Friedhofs können biologisch abbaubare Urnen im Wurzelbereich bestehender Bäume beigesetzt werden. Die Idee geht auf eine Anregung der Bestatterfamilie Huber-Hilzensauer zurück.
„Die Verwandten haben keine Grabpflege, aber wissen genau, wo ihre Lieben beerdigt sind, denn die Bestattung erfolgt nach einem genauen Nummerierungssystem“, erklärt Bürgermeister und Friedhofsreferent Walter Zemrosser.
1.030 Euro für 30 Jahre
Neben dem naturnahen Charakter spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle. Eine Baumbestattung kostet in Althofen 1.030 Euro pro Person bei einer Laufzeit von 30 Jahren. Auf Wunsch können Angehörige den Namen des Verstorbenen auf einer Gedenktafel eingravieren lassen.
Die Grabstätte benötigt keine klassische Pflege. Besonders für Menschen, die ihre Angehörigen nicht mit einer dauerhaften Grabbetreuung belasten möchten, stellt das eine Alternative dar.
Gedenkort für Sternenkinder
Die Stadtgemeinde plant außerdem eine neue Gedenkstätte für Sternenkinder und namenlos beerdigte Menschen. Sie soll im Bereich der Baumbestattung entstehen und einen würdevollen Ort der Erinnerung schaffen.
„Ein würdiger Abschied sowie ein würdiges Gedenken waren Ziel der gesamten Maßnahmen“, betont Zemrosser.


