B83 in Wernberg
Bürgermeisterin fordert mehr Verkehrssicherheit
Hohe Verkehrsbelastung, Lärm und Schwerverkehr sorgen entlang der B83 in Wernberg seit Jahren für Unmut. Bürgermeisterin Doris Liposchek setzt sich für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Entscheidungen über Tempolimits und Radarkontrollen liegen jedoch beim Land Kärnten.
Bürgermeisterin Doris Liposchek setzt sich für mehr Verkehrssicherheit und eine Entlastung der Anrainer entlang der B83 in Wernberg ein.© Foto: Adrian Hipp
Seit ihrem Amtsantritt setzt sich Bürgermeisterin Doris Liposchek (SPÖ) für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Wernberg ein – unabhängig von parteipolitischen Interessen und bereits lange vor der jüngsten Unterschriftenaktion und Petition. „Vor allem die Anrainerinnen und Anrainer in den Ortschaften Kaltschach und Wernberg leiden erheblich unter dem Durchzugsverkehr“, berichtet Liposchek. Einerseits führt die nahe gelegene Anschlussstelle der A2-Autobahn zu einer erhöhten Verkehrsdichte auf der B83 (Kärntner Straße), andererseits verursachen Schwerverkehr und Mautflüchtlinge erhebliche Lärmbelästigungen.
Zuständigkeit liegt beim Land Kärnten
„Weil es sich um eine Landesstraße B, eine frühere Bundesstraße, handelt, fällt die B83 nicht in den Kompetenzbereich der Gemeinde Wernberg, sondern hinsichtlich der behördlichen Zuständigkeit und der Sachverständigentätigkeit in jenen des Landes Kärnten“, stellt die Bürgermeisterin klar. Seit Jahren bemüht sie sich bei den zuständigen Behörden um Maßnahmen, die zu einer Entlastung der betroffenen Bevölkerung beitragen sollen.
Tempo 50 derzeit nicht umsetzbar
Zunächst beantragte die Gemeinde eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h entlang der B83 zwischen der Abzweigung Faaker See durch Wernberg bis zur Gemeindegrenze mit Villach. Damit sollte das bestehende Ortsgebiet erweitert werden.
„Uns geht es nicht nur um die Anrainerinnen und Anrainer von Kaltschach, sondern auch um die Bevölkerung in der Ortschaft Wernberg und im Bereich Unterwernberg“, betont Liposchek. Laut den zuständigen Behörden sei eine solche Maßnahme auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen und fachlichen Stellungnahmen jedoch nicht umsetzbar.
Zwei stationäre Radargeräte beantragt
Daraufhin beantragte die Gemeinde Wernberg die Aufstellung zweier stationärer Radarmessgeräte in den betroffenen Bereichen.
„Die verstärkte Überwachung der bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h wäre eine geeignete und verhältnismäßige Maßnahme, um die durch das hohe Verkehrsaufkommen verursachten Beeinträchtigungen der Anrainerinnen und Anrainer deutlich zu reduzieren“, erklärt die Bürgermeisterin. Die Antworten der zuständigen Behörden stehen dazu noch aus.
Gemeinde hat bereits Maßnahmen umgesetzt
Liposchek verweist darauf, dass sich die Gemeinde bereits lange vor der Unterschriftenaktion und der Übergabe einer Petition an den Kärntner Landtag für mehr Verkehrssicherheit eingesetzt habe.
„Die Gemeinde hat im Bereich ihrer Möglichkeiten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt“, betont sie. Mittlerweile bestehen entlang des betroffenen Straßenabschnitts vier Querungshilfen. Zudem wurden zwei Geh- und Radwegabschnitte an der B83 in Richtung L59 errichtet.
Ein vollständiger Lückenschluss in der Ortschaft Kaltschach ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten allerdings nur schwer umsetzbar. Zusätzliche Sicherheit soll die derzeit in Umsetzung befindliche Ampelregelung an der Kreuzung der B83 mit der Industriestraße bringen. Dort ist auch ein ampelgeregelter Fußgängerübergang vorgesehen.
Weiterhin voller Einsatz für die Anrainer
Bürgermeisterin Doris Liposchek will auch künftig alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Anliegen der betroffenen Bevölkerung Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig erinnert sie daran, dass die B83 als Landesstraße nicht in den unmittelbaren Kompetenzbereich der Gemeinde fällt.
Die Diskussion über die Verkehrssituation zu einem Wahlkampfthema zu machen, hält sie für unangebracht: „Wir fordern alle das Gleiche im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Weshalb sollte das dann ein Wahlkampfthema sein?“
