Tag des Ehrenamts
Kärntner Ehrenamt in der Pflege-Nahversorgung
Im Rahmen des Projekts „Ehrenamt in der Pflege-Nahversorgung“ unterstützen speziell ausgebildete, ehrenamtliche Mitarbeiter Ältere im Alltag und leisten gegen die Einsamkeit Gesellschaft.
© Pixabay/Sabine van Erp
Zahlreiche Freiwillige in Kärnten stellen im Rettungs- und Sanitätsdienst, bei der Feuerwehr oder auch in der Kinder- und Jugendhilfe unentgeltlich viele Stunden ihrer Freizeit zur Verfügung, um Menschen zu helfen. „Ihre Leistungen sind großartig und nicht hoch genug zu schätzen“, bedankt sich Landeshauptmann-Stellvertreterin und Sozialreferentin Beate Prettner am heutigen internationalen Tag des Ehrenamts.
Knapp 200 ehrenamtliche Mitarbeiter
Sie bezieht sich auch auf das von ihr initiierte Projekt „Ehrenamt in der Pflege-Nahversorgung“. „Als das Projekt im September 2021 vorgestellt wurde, haben sich binnen weniger Tage mehr als 300 Kärntner gemeldet. Leider wurden wir durch Corona und Lockdowns eingebremst. Dennoch haben wir knapp 200 ehrenamtliche Mitarbeiter, die in 49 Gemeinden mit Pflege-Nahversorgung im ehrenamtlichen Dienst sind“, verrät Prettner.
Eine Basisschulung
Im Rahmen des Projekts erhalten die ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Basisschulung. Diese Schulung umfasst Bereiche wie den Umgang mit Menschen mit demenzieller Entwicklung, Erste-Hilfe-Maßnahmen für die häusliche Pflege und Betreuung sowie Lebens‑, Sterbe- und Trauerbegleitung. Wer diese Schulung absolviert, bekommt einen offiziellen Ausweis des Landes. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden dann auch unfall- und haftpflichtversichert und erhalten als Aufwandsentschädigung das amtliche Kilometergeld.
Keine Pflege-Tätigkeiten
Die Tätigkeiten dieser Mitarbeiter umfassen keinesfalls die Pflege. „Es geht vielmehr darum, mit den Menschen einige Stunden zu verbringen, sie bei Spaziergängen oder Kartenspielen zu aktivieren, gemeinsam mit ihnen einkaufen zu gehen oder für sie Erledigungen zu machen. Es geht auch um Fahrten-Dienste und andere Unterstützungen im Alltag“, fasst Prettner zusammen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden von der jeweiligen Pflegekoordinatorin in der Gemeinde angeleitet. Neben den Schulungen gibt es auch Einzel- und Gruppengesprächen. Zudem wird das Projekt wissenschaftlich begleitet.
