Anja Adamitsch
Eine Frau hält den Laden dicht
Seit Saisonbeginn hütet die gebürtige Klagenfurterin Anja Adamitsch (20) das Tor des ESC Soccer Zone Steindorf in der AHC Division I. Wo sie noch spielt, erzählt sie im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Von klein auf übte das Eishockey auf Anja Adamitsch eine eigene Faszination aus. Dass sie einmal in Kampfmannschaften der Herren mitspielen würde, hätte sie sich jedoch nicht gedacht. Ihre ersten Lorbeeren holte sie sich beim VST Völkermarkt, der zu diesem Zeitpunkt in der AHC Division I spielte. Auch dem Damen-Eishockey bleibt die 20-jährige Studentin weiterhin treu.
Im Damen-Nationalteam
„Ich spiele bei den ‚Lakers‘ in der höchsten Damen-Eishockeyliga und auch im Nationalteam. Ich bin sehr glücklich, dass in Villach ein Eishockey-Leistungszentrum für Frauen geschaffen wird“, erzählt Adamitsch. Seit Sommer hütet sie das Tor der Herren des ESC Steindorf, wo sie sich mit ihren Torhüterkollegen abwechselt. „Die Steindorfer habe ich schon sehr gut gekannt, weil ich immer wieder bei ihnen trainiert habe. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen“, berichtet Adamitsch. Mit Mike Mayer stieg der bisherige Co-Trainer zu Saisonbeginn zum Cheftrainer auf.
Auf die Frage, ob sie keine Angst hat, wenn Männer mit bis zu hundert Kilogramm Kampfgewicht auf sie zufahren, meint die 50 Kilogramm leichte Torfrau: „Nein, ich habe eine ausgezeichnete Ausrüstung, in der ich mich sehr wohl fühle. Ich bin überhaupt kein ängstlicher Mensch.“

Spitzensport und Studium
Die Lebensplanung der jungen Klagenfurterin geriet in den vergangenen Jahren etwas durcheinander. Schuld daran ist die Pandemie. „Ich wollte eigentlich den Sprung in die USA wagen, um dort zu studieren und auch Eishockey zu spielen. Doch daraus wurde wegen der Pandemie nichts. Das Thema ist jetzt für mich erledigt, denn ich habe an der Universität Klagenfurt die Studienfächer für technische Mathematik und angewandte Informatik belegt. Außerdem bin ich Teil des Projekts ‚Spitzensport und Studium‘, das in diesem Semester gestartet wurde“, verrät Adamitsch.
Spitzenspiel am Samstag
Am morgigen Samstag (18. Dezember 2021) kommt um 18 Uhr der Meister aus Althofen in die Ossiacher-See-Halle nach Steindorf. Für beide Mannschaften ist es nach der Corona-Pause eine neuerliche Standort-Bestimmung. „Wer im Tor stehen wird, entscheidet der Trainer. Aber eines ist klar: Der Titel gehört wieder nach Steindorf“, betont Adamitsch.
Dritte österreichische Eishockey-Liga
Die AHC Division I ist heuer Teil der ÖEL (3. Österreichische Liga, Gruppe Süd). 16 Teams, aufgeteilt in die drei Gruppen Ost, Süd und West, kämpfen um den Titel. Es ist der Start eines längerfristigen Projekts: Die dritte Liga soll sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Die AHC Division I spielt in der Gruppe Süd den Grunddurchgang und auch den Meistertitel aus. Danach gibt es ein überregionales Play-off um den Titel der dritten Liga.
- Anja Adamitsch
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