Klimaschutz
Das vierte „e“ für Wolfsberg
Umsetzung der Klimaschutz-Ziele und der Energiewende: Landesrätin Sara Schaar durfte der Stadtgemeinde Wolfsberg das vierte „e“ verleihen.
© Büro LR Schaar
Landesrätin Sara Schaar, Klimaschutz- und Energie-Referentin des Landes Kärnten, besucht aktuell Gemeinden, um Auszeichnungen zu verleihen. Im Rahmen des „e5“-Landesprogramms für energieeffiziente Gemeinden unterzogen sich im vergangenen Jahr neun Kommunen dem regelmäßigen Audit-Prozess.
Energieeffizienz und Klimaschutz
In Wolfsberg durfte sie sogar das vierte „e“ mitbringen: Die Stadtgemeinde konnte sich bei ihrer vierten Zertifizierung um ein „e“ verbessern. „Wolfsberg ist ein wahres Vorbild im nachhaltigen Umgang mit unseren Energie-Ressourcen. Bei so viel Engagement in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz, zum Beispiel mit zahlreichen Photovoltaik-Projekten, ist das fünfte ‚e‘ sicherlich bald erreicht“, gratulierte Schaar Bürgermeister Hannes Primus, Stadtrat Jürgen Jöbstl (Energie-Referent und „e5“-Teamleiter) sowie „e5“-Energiebeauftragten Günther Rampitsch bei ihrem Besuch.
Nachhaltige Projekte in Wolfsberg
Seit dem Jahr 2008 nimmt Wolfsberg am „e5“-Programm teil, ist aber auch Mitglied der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) „Energieparadies Lavanttal“ und der Klimawandel-Anpassungsmodellregion „Klimaparadies Lavanttal“ sowie beim Klimabündnis Kärnten. In den vergangenen Jahren lag der Fokus auf dem Anschluss der Fernwärme, wobei die Abwärme der Papierfabrik Mondi in Frantschach effizient genutzt wird. Schwerpunkte waren auch eine Energiespar- und Photovoltaik-Offensive für öffentliche Gebäude, Projekte zur Stärkung der Innenstadt unter Bürgerbeteiligung, eine Vernetzung der Verkehrsangebote und das Rufsystem über „LAVanttal ISTmobil“.
Die „e5“-Kommission lobte weiters die Neugestaltung des Hohen Platzes als Begegnungszone und Initiativen im Rahmen der Smart-Cities-Initiative oder den 2021 fertiggestellten Masterplan für die Innenstadt. „Gemeinden wie Wolfsberg sind somit wichtige Partner für das Land Kärnten, wenn es um die Umsetzung der Energiewende und der Klimaschutz-Ziele geht“, betont Schaar.
Projekte im Jahr 2022 im Überblick
Das Ziel Wolfsbergs sind natürlich alle fünf „e“, weshalb schon die nächsten Projekte in Umsetzung sind. „Wir sind gerade dabei, insgesamt 2.500 Lichtpunkte im Gemeindegebiet auf LED umzustellen. Auch in der Sporthalle wurde bereits die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt – inklusive Tribünen und Umkleiden. Tausend Lichtpunkte folgen noch heuer, dann ist dieses Projekt abgeschlossen. Die Umstellung auf LED beschert uns Einsparungen von bis zu 60 Prozent“, berichtet Rampitsch.
Stolz sind die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Wolfsberg auch auf 13 Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden, 2022 sollen weitere 13 folgen. Derzeit läuft die Einreichphase für den zweiten Wolfsberger Klima-Energie-Preis für Pflichtschulen, bei dem Projekte zu den Bereichen Energiesparen, Energieeffizienz oder erneuerbare Energieformen eingereicht werden können. Um nachhaltige Mobilität und das Radfahren zu forcieren, gibt es heuer auch eine eigene Förderung für den Ankauf von Fahrrad-Sitzen und ‑Anhängern für den Transport von Kindern.
Wissenswert
47 Gemeinde sind derzeit Teil des „e5“-Landesprogramms. Aktuell gibt es 18 Anwärter, die beitreten wollen. Im Jahr 2021 wurden neben Wolfsberg rezertifiziert: Ebenthal (zwei „e“), Gitschtal (drei „e“), Klagenfurt (vier „e“), Köttmannsdorf (vier „e“), Krumpendorf (drei „e“), Reißeck (vier „e“), Spittal (vier „e“) und Völkermarkt (drei „e“).