Soziale Arbeit

Wenn man nicht weiß wohin, dann ab zu „Wohin“!

„Wohin“ ist ein Kärntner Verein zur Förderung der Sichtbarkeit von Sozialer Arbeit. Was das konkret bedeutet, erklärt Leiterin Stephanie Venier im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.

Wenn man nicht weiß wohin, dann ab zu „Wohin“! Das „Wohin“-Team: Julia Aichernig, Nicole Gesson, Stephanie Venier und Natalie Tennant (von links)

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Die Suche nach Rat und Unter­stüt­zung wird nicht nur in Zei­ten der Not benö­tigt. Auch im all­täg­li­chen Leben der Kärnt­ner ist die Gefahr, sich im Infor­ma­ti­ons- und Fach­kräf­te­dschun­gel der sozia­len Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te zu ver­lau­fen, sehr groß. Dafür gibt es nun eine ein­fa­che Lösung: „Wohin – welche Orga­ni­sa­ti­on hilft in mei­ner Nähe“ ist ein Pro­jekt mit Lot­sen­funk­ti­on sowohl für Rat- und Hil­fe­su­chen­de als auch für Fach­kräf­te.

Gro­ßes Ange­bot an sozia­len Stel­len

Es beginnt bereits im ers­ten Chat-Gespräch mit dem Offen­sicht­li­chen: Scham­ge­fühl und der Wunsch nach Anony­mi­tät. Wer sich an „Wohin“, den Ver­ein zur För­de­rung der Sicht­bar­keit von sozia­ler Arbeit, wen­det, kann sich des­sen schon ein­mal sicher sein: „All unse­re Gesprä­che und Anfra­gen wer­den streng ver­trau­lich behan­delt“, betont Obfrau und Lei­te­rin Ste­pha­nie Veni­er. Das Ange­bot an sozia­len Stel­len in Kärn­ten ist viel­sei­tig. Das Ziel ist es, alle unter einem Dach zu ver­sam­meln. Egal wel­ches Pro­blem oder wel­che Fra­ge, die enga­gier­ten Mit­ar­bei­ter von „Wohin“ fin­den nach dem Ken­nen­lern­ge­spräch und einem pro­fes­sio­nel­len Clea­ring einen gemein­sa­men Weg und lot­sen ihre Kli­en­ten an die rich­ti­ge Stel­le. „Wenn es nicht die pas­sen­de Anlauf­stel­le war, suchen wir wei­ter, bis wir das Rich­ti­ge fin­den“, sagt die Lei­te­rin.

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Nico­le Gesson, Julia Aicher­nig, Ste­pha­nie Veni­er und Nata­lie Ten­n­ant (von links)
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Per­sön­li­cher Antrieb

Als Mut­ter von drei Kin­dern und jah­re­lan­ger Erfah­rung als Fach­kraft im Sozi­al­be­reich weiß Veni­er, wie groß der Bedarf ist und wie viel man mit so einem Pro­jekt bereits abfan­gen kann. Ob es sich um Sucht, Angst, Arbeits­platz-The­ma­ti­ken oder Schul­sor­gen han­delt: Für alle Mög­lich­kei­ten hat Veni­er die rich­ti­ge Per­son an der Hand. Auch für Fach­kräf­te und Trai­ner dient „Wohin“ als Ser­vice­stel­le. Neben dem Anspruch, auf ver­schie­de­nen Kanä­len erreich­bar zu sein, ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt die Chan­cen­gleich­heit. Kas­se, privat oder geför­der­te Stel­len – es soll für jeden die pas­sen­de Lösung gefun­den wer­den.

Sozi­al­land­schaft aus­bau­en

Die Ten­denz der Hil­fe­su­chen­den wird in den nächs­ten Jah­ren auch auf­grund der Coro­na-The­ma­tik stei­gen. Das Pro­jekt „Wohin“ ist noch bis Juni 2022 in der Pilot­pha­se, die Erwei­te­rung der Sozi­al­land­schaft soll wei­ter aus­ge­baut wer­den. Ab Juni wird auch aktiv etwas im Rah­men der Modell­re­gi­on Rosen­tal ange­bo­ten. Fach­kräf­te oder Insti­tu­tio­nen, die ger­ne in die Daten­bank auf­ge­nom­men wer­den möch­ten, kön­nen dies über die Web­sei­te des Ver­eins machen. Sehr gefragt sind der­zeit Fach­kräf­te für Kin­der- und Jugend­pfle­ge, sowohl in der Betreu­ung als auch in der psy­cho­lo­gi­schen Spe­zi­fi­ka­ti­on. Gera­de Kin­der­be­treu­ung zu spe­zi­el­len Zei­ten und für Kin­der mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen ist eine Rubrik mit viel Luft nach oben.

Herz und Enga­ge­ment

Auf die Fra­ge, was der bewe­gends­te Moment Veni­ers bis­her war, fällt ihr vor allem das ers­te Feed­back ein: „Dan­ke, dass ich mich trau­en durf­te, mit mei­nem Pro­blem zu kom­men. Es ist schön, dass es so etwas gibt!“ Das der­zeit vier­köp­fi­ge „Wohin“-Team steht mit Herz und Enga­ge­ment hin­ter sei­ner Tätig­keit und möch­te künf­tig das Kon­zept auch regio­nal erwei­tern. Wich­tig für das Team ist, dass jeder ein­zel­nen Per­son gehol­fen wer­den kann. Das geht nur, wenn man irgend­wo anfängt.

 

Online-Tipp

wohin.or.at

25.01.2022 19:30
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Wenn man nicht weiß wohin, dann ab zu „Wohin“! Das „Wohin“-Team: Julia Aichernig, Nicole Gesson, Stephanie Venier und Natalie Tennant (von links)

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