Eishockey
Vier Saison-Derbys, drei KAC-Siege!
Gemessen an den Derbys ist der KAC auch in dieser Saison unumstritten die Nummer eins im Kärntnerland. Für zwei Spieler gab es von Trainer Petri Matikainen nach dem 6:0-Heimsieg gestern gegen den VSV ein Extra-Lob.
© EC-KAC/Kuess
Sollten die Klagenfurter Rotjacken und die Villacher „Adler“ nicht womöglich im Play-off aufeinandertreffen, sahen genau 1.773 Fans gestern Abend in der Stadthalle in Klagenfurt das letzte von vier Kärntner Derbys in der laufenden Saison der „bet-at-home ICE Hockey League“. Der KAC demonstrierte eindrucksvoll seine Vormachtstellung im Kärntnerland: Der 6:0‑Sieg war der dritte Sieg im vierten Saison-Derby und nach dem 9:1 vom 26. Dezember 2021 erneut eine bittere Klatsche für den VSV.
Der Spielbericht
Der amtierende Meister aus Klagenfurt ging von der ersten Sekunde an entschlossener und aggressiver zur Sache als die Villacher. Nach Doppelpass mit Paul Postma stocherte Niklas Würschl den Rebound über die Linie (10.). Früh im zweiten Drittel verdoppelten die Rotjacken ihren Vorsprung, als Steven Strong aus der Rundung kommend flach zum Tor zog und mit der Rückhand einsendete (24.). Der KAC verlor dann über weite Strecken des Mitteldrittels zwar den spielerischen Faden, der VSV konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Und so vermochten die Rotjacken das Score im letzten Durchgang noch deutlich in die Höhe zu schrauben: Manuel Ganahl traf nach feiner Kombination seiner gesamten Linie aus kurzer Distanz (44.) und Matt Fraser verlängerte im Powerplay einen scharfen Tičar-Diagonalpass in die Maschen (46.). In der Schlussphase schnürten dann Ganahl (55.) und Würschl (58.) jeweils aus kurzer Distanz ihre persönlichen Doppelpacks.
Extra-Lob für Maier und Würschl
KAC-Coach Petri Matikainen fasste den Spielverlauf folgendermaßen zusammen: „Ein exzellentes drittes Drittel, das hat mir sehr gefallen. Der erste Abschnitt war okay, der zweite überhaupt nicht gut, da waren wir taktisch viel zu undiszipliniert – zumindest gemessen an unseren Standards.“ Aber: „In den letzten 20 Minuten haben wir alle geschlossen den Preis bezahlt, den man zahlen muss, um erfolgreich zu sein.“ Matikainen hob einen Spieler extra hervor: „David Maier hat in den vergangenen Wochen einen enormen Prozess durchlaufen. Er ist gelernter Verteidiger, spielt aber Flügelstürmer und macht das großartig. Gleiches gilt für Niklas Würschl. Die beiden eröffnen uns neue Möglichkeiten, sie erfüllen ihre Aufgaben sehr gut und stellen sich in den Dienst der Mannschaft.“
Für den KAC geht es am Freitag (28. Jänner 2022) um 19.15 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Dornbirn Bulldogs weiter. Der VSV empfängt zu Hause um 19.30 Uhr Tabellenführer Red Bull Salzburg.
