Eishockey
8‑Tore-Spiel: KAC verteidigt seinen Meistertitel!
Der EC KAC schlug im Finale Nr. 5 zu: Die Klagenfurter sind neuer und alter Eishockey-Meister! Der Jubel nahm kein Ende.
Ein Spektakel mit acht Toren und ein Nervenkrimi bis zum Schluss: Der EC KAC erfüllte sich heute in Bozen mit 5:3 den Traum vom Meistertitel 2021. Im fünften Finalspiel gelang es durch Tore von Nick Petersen, Matt Fraser (2), Rok Tičar und Manuel Geier. Petersen ist sogar Top-Scorer der Liga. Er hatte lobende Worte für den HC Bozen: “Sie haben immer zurückgekämpft. Es war heute ein hartes Stück Arbeit und am Schluss sehr stressig.” Mit den “tollen Spielern” des KAC sei es aber gelungen, den Meistertitel erneut zu holen.
Tolle Entwicklung der Jungen
Thomas Koch feiert somit seinen zehnten Meistertitel (KAC und EC Red Bull Salzburg) – ein “unglaubliches Gefühl”, wie er gleich nach dem Spiel – sichtlich abgekämpft – dem Sky-Sportreporter anvertraute. “Es war nicht immer leicht heuer, aber wir haben zusammengehalten.” Es sei ein ganz besonderer Titel – mit so einer jungen Truppe so weit zu kommen, sei außergewöhnlich. “So viele junge Spieler haben sich heuer – nach einigen Ausfällen – so gut entwickelt, das Teamgefüge ist extrem stark.”
Koch bleibt Liga erhalten
Heute hätte sich Bozen durch viele Strafen aus dem Spiel genommen. Der KAC, so Koch, sei anfangs nervös und unkonzentriert gewesen, habe sich jedoch mit jeder Besprechung in der Kabine gesteigert.
Auf die Frage, wie lange Koch der Liga noch erhalten bleibt, sagte er: “Ich verspreche, nächstes Jahr noch dabei zu sein. Und wenn es geht, noch sicher ein paar Jahre.”
Auch Manuel Ganahl strich die Gemeinschaft im Team hervor: “Ein Wahnsinn!” Für ihn ist es der erste Meistertitel.
Headcoach: “Waren mental so stark”
Coach Petri Matikainen blieb bei seinem ersten Interview gewohnt sachlich. Das Team sei über die Saison gewachsen, die jungen Spieler hätten sich toll entwickelt und der KAC verfüge über “große Leistungsträger”. “Wir waren nicht zu stoppen, waren mental so stark.” Den Schlüssel für den Finalsieg ortet er im zweiten Spiel gegen Bozen. Es waren aber alle Spiele sehr eng. Der Titel sei speziell, da die Mannschaft sehr unerfahren war. “Doch junge Spieler sollen sehen, dass sie eine Chance haben, wenn sie hart an sich arbeiten.” Matikainen wird auch in der nächsten Saison auf der KAC-Trainerbank zu sehen sein.
“Bessere Mannschaft hat gewonnen”
Für den HC Bozen trat Anton Bernard nach dem Spiel enttäuscht vors Mikro für Sky Sport Austria. Er gratulierte dem KAC: “Die bessere Mannschaft hat eindeutig gewonnen.” Heute habe es bei Bozen Probleme mit der Disziplin und der Chancen-Auswertung gegeben. “Über weite Strecken waren wir gut und Ton angebend, wir konnten es aber nicht umsetzen.”
So verlief das Spiel
Im ersten Drittel klingelte es bereits nach fünf Minuten im KAC-Tor. Luca Frigo erzielte sein viertes Play-off-Tor. Ein bitterer Start für die Rot-Weißen. Bozen erhöhte den Druck, doch der KAC-Stürmer mit der Nummer 8 Nick Petersen erlöste die Klagenfurter drei Minuten vor Drittel-Schlusspfiff – 1:1.
Nach nur eineinhalb Minuten im zweiten Drittel schlugen die Rotjacken erneut zu: Das 2:1 für den KAC erzielte Matt Fraser im Powerplay. In Überzahl war der KAC in diesen Play-offs wirklich gefährlich. Das zeigten die Rotjacken auch nur fünf Minuten später erneut – 3:1 im Powerplay durch Rok Tičar. Doch auch die Bozener sind Powerplay-Profis, was sie wenig später mit dem Rückschlag bewiesen. Das 2:3 erzielte Dustin Gazley.
Das dritte Drittel begann wie das erste – durch ein Tor des KAC nach nur eineinhalb Minuten. Wieder Matt Fraser, wieder im Powerplay. Der KAC stellte auf 4:2. Und das Powerplay-Festival setzte sich fort: Diesmal netzte Brett Findlay für den HZ Bozen im Powerplay ein und machte das Spiel wieder spannend (3:4). Zwei Minuten vor Schluss ging der Bozen-Goalie vom Eis – alles oder nichts. Der KAC nutzte das “empty net” – Manuel Geier traf zum 5:3. Der KAC ist Eishockey-Meister 2021!

