Vertrag
Zugänge an zehn Kärntner Seen gesichert
Vertreter des Landes Kärnten und der Österreichischen Bundesforste unterzeichneten heute eine Vereinbarung und verlängerten den Vertrag um zehn Jahre.
© LPD Kärnten/Jannach
Zehn der wichtigsten Kärntner Seen bleiben auch in den nächsten zehn Jahren zugänglich und für Gemeinden nutzbar. Das sichert ein heute unterzeichneter Vertrag zwischen dem Land Kärnten und den Österreichischen Bundesforsten. Konkret geht es um folgende Seen: Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See, Weißensee, Brennsee, Afritzer See, Längsee, Pressegger See, Baßgeigensee und Falkertsee.
Nutzungsbedingungen bleiben unverändert
Anwesend waren Bundesministerin und Eigentümer-Vertreterin Elisabeth Köstinger, Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat und Gemeindereferent Daniel Fellner, der für freie Seezugänge zuständige Landesrat Martin Gruber sowie Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien der Österreichischen Bundesforste. „Danke an die Vertragspartner, mit denen wir gemeinsam Enkelverantwortung zeigen und die Seen als unwiederbringliche Naturschätze bewahren“, betonte Landeshauptmann Kaiser, nachdem der im Jahr 2001 geschlossene Vertrag mit den Österreichischen Bundesforsten um zehn Jahre verlängert wurde. Die Nutzungsbedingungen für Gemeinden bleiben unverändert. Der Vertrag regelt auch, dass keine Flächen an Dritte übertragen werden können: Das Land Kärnten hat in jedem Fall ein Vorkaufsrecht.
Bedeutung für Tourismus und Wirtschaft
„Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Kärntner Badeseen auch in Zukunft für Einheimische und Gäste, für unsere Kinder und Kindeskinder zu sichern“, stellte Ministerin Köstinger klar. Sie strich auch die Bedeutung der Kärntner Seen für Tourismus und Wirtschaft hervor. Für Landesrat Fellner sind die Seen auch eine Wirtschaftsgrundlage für die Kärntner Gemeinden. Er verwies auf Strandbäder, Promenaden, Radwege und Schifffahrt. „Es geht also nicht nur um die Wasserflächen, sondern auch um die Ufer“, begründete Fellner. Die Seen prägen als Naturjuwele auch die landschaftliche und kulturelle Identität Kärntens, fügte Landesrat Gruber hinzu: „Die Kärntner haben eine sehr emotionale Bindung zu ihren Seen, die auch in vielen Kärntner Liedern besungen werden. Es ist klare Aufgabe der öffentlichen Hand, den freien Zugang und Blick zu den Seen zu sichern.“
Wissenswert
Informationen zu den freien Seezugängen in Kärnten gibt es hier.
