Industriepark St. Veit
„Kioto Solar“ investiert 8,5 Millionen Euro
Die Kioto Photovoltaics GmbH baut eine neue Produktionslinie für Photovoltaik-Module auf. In den Standort im Industriepark St. Veit fießen nun 8,5 Millionen Euro.
© Kioto Solar
Ein Großvorhaben, das Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (SPÖ) heute in der Sitzung der Kärntner Landesregierung zum Beschluss vorlegte, betrifft den Industriepark St. Veit. Dabei handelt es sich um ein Fördervorhaben des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), das Schaunig begrüßt: „Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen wagen auch – oder gerade – in der jetzigen herausfordernden Zeit den Schritt zur Erweiterung oder Erneuerung. Wir können dies auch an der Förderbilanz des KWF für 2020 ablesen“, schildert die Landeshauptmann-Stellvertreterin.
Weiterentwicklung des Produkt-Programms
Konkret geht es um die Kioto Photovoltaics GmbH. Das Unternehmen mit Sitz im St. Veiter Industriepark möchte 8,5 Millionen Euro in den Aufbau einer neuen Produktionslinie für Photovoltaik-Module investieren. Die Kapazität des Werks wird damit von 180 Megawatt auf 340 Megawatt nahezu verdoppelt. „Neben der Erweiterung der Kapazität steht bei der geplanten Investition vor allem die Weiterentwicklung des Produkt-Programms sowie die weitere Fokussierung auf den Bereich Gebäudeintegration im Vordergrund“, erklärt Alfred Mölzer, Geschäftsführer für Vertrieb. Schwerpunkt sind dabei intelligente und schöne Photovoltaik-Module für klein- und mittelgroße Anlagen im Privat- und Gewerbereich, um die Ausbauziele des „Green Deal“ mit Qualitätsprodukten „Made in Austria“ bedienen zu können.
Photovoltaik mit Doppelnutzen
Großes Potential sieht „Kioto“ vor allem in bestehenden Gebäudeoberflächen. „Durch die neue Produktionslinie können auch Photovoltaik-Module mit Doppelnutzen für Wintergarten, Fassade, Carport oder Indachlösungen vollautomatisch am Standort St. Veit gefertigt werden“, erklärt Mölzer. Entsprechende Systemlösungen wurden gemeinsam mit Unternehmen der Dach- und Wandindustrie entwickelt. Der KWF fördert das Ausbauprojekt in St. Veit mit 1,55 Millionen Euro, davon sind 1,36 Millionen Euro EU-Mittel.
„Grüne“ Möglichkeiten
„Grüne Technologien und Kreislaufwirtschaft gehören zu den Stärkefeldern Kärntens. Mit unseren Beteiligungen am steirischen Green-Tech-Cluster und am oberösterreichischen Kunststoffcluster eröffnen wir Unternehmen in diesen Branchen neue Chancen für länderübergreifende Kooperationen und Innovationen“, argumentiert Schaunig.
Jahresbilanz
Der KWF wickelte im Vorjahr 645 Förderanträge von Kärntner Betrieben mit einem Fördervolumen in der Höhe von 26,1 Millionen Euro ab. Ein Investitionsvolumen von fast 160 Millionen Euro wurde damit ausgelöst, rund 600 neue Arbeitsplätze geschaffen.