Österreich-Premiere
Erstes inklusives Tageszentrum in Brückl eröffnet
In Brückl im Bezirk St. Veit wurde heute eine Tagesstätte für ältere, pflegebedürftige und beeinträchtigte Menschen eröffnet. Es soll vor allem mit flexiblen Öffnungszeiten Angehörige entlasten.
© Büro LHStv. Prettner
Kärnten nimmt eine Vorreiterrolle ein: Am heutigen Donnerstag wurde in Brückl ein sogenanntes inklusives Tageszentrum eröffnet. Es ist das Erste dieser Art in Österreich. „Das Tageszentrum ist in zweierlei Hinsicht eine Novität: Zum einen ist es die erste inklusive Tagesstätte Österreichs. Zum anderen bietet es flexible Betreuungsmöglichkeiten an“, berichtet Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner (SPÖ) stolz. Sie ist die zuständige Gesundheits- und Sozialreferentin des Landes Kärnten.
Entlastung der Angehörigen
Dieses Zentrum soll zu einer Entlastung für betreuende Angehörige führen. „Wir wissen, dass ältere pflegebedürftige Menschen ebenso wie beeinträchtigte Menschen im eigenen familiären Umfeld leben möchten: Pflegende Angehörige machen das mit der Unterstützung von mobilen Diensten auch vielfach möglich. Als Land Kärnten wollen wir aber auch mit weiteren Maßnahmen, wie der Forcierung von Tageszentren, die Versorgung zu Hause erleichtern“, erklärt Prettner.

Betreuung für 25 Menschen
Gemeinsam mit privaten Investoren (Eigentümer-Gemeinschaft Familie Rotschnig), der Trägerorganisation „autArk“ und mit Mitteln des Görtschitztalfonds wurde im Herzen von Brückl ein individualbasiertes Betreuungsangebot für 25 Menschen geschaffen. Zehn Mitarbeiter kümmern sich um eine abwechslungsreiche Tagesgestaltung der Gäste. Dabei handelt es sich um ein Team aus Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, Behindertenpädagogen, Sozialpädagogen und Animateuren. Andreas Jesse, „autArK“-Geschäftsführer, erklärt: „Das Besondere dieses Tageszentrums sind nicht zuletzt die flexibel gestaltbaren Öffnungszeiten: Sie richten sich nach dem Bedarf der Tagesgäste.“ Die fixen Zeiten sind von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.
Ausbau des sozialen Angebots
Erleichtert, trotz der erschwerten Corona-Rahmenbedingungen nur minimal zeitverzögert eröffnen zu können, zeigte sich Jürgen Rotschnig als Eigentümervertreter: Als Privatinvestor setzte er rund 700.000 Euro in die Umwandlung des ehemaligen Billa-Gebäudes in das Tageszentrum. Auch Bürgermeister Harald Tellian freut sich über auf das inklusive Vorzeigemodell: „Brückl baut damit sein soziales Angebot weiter aus. Wir sind eine Marktgemeinde, die den Namen sozial wirklich lebt.“
