Nationalrat
Köchl (SPÖ) fordert Offensive für Lehrabschlüsse
Nationalratsabgeordneter Klaus Köchl, Lehrlingssprecher der SPÖ, brachte gestern einen dementsprechenden Antrag ein.
© SPÖ Liebenfels
Lehrlinge müssen auf ihrem Weg zur Lehrabschlussprüfung verstärkt gefördert und unterstützt werden. Sämtliche finanziellen und administrativen Hürden gehören von der Bundesregierung in Zeiten der Pandemie beseitig, damit der Kopf frei für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung ist. Diese Forderung erhob der Kärntner Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Lehrlingssprecher Klaus Köchl, auch Bürgermeister der Marktgemeinde Liebenfels, in der gestrigen Nationalratssitzung. Er brachte einen Antrag an die Regierung (ÖVP und Grüne) ein, in dem eine Offensive für Lehrabschlussprüfungen verlangt wird.
Kosten für Vorbereitungskurse übernehmen
Mit diesem Antrag fordert die SPÖ die Bundesregierung, den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort auf, eine Offensive für Lehrabschlussprüfunen in Betrieben und überbetrieblichen Ausbildungsstätten für Lehrlinge zu starten. Konkret geht es um eine generelle Kostenübernahme der Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung, eine verstärkte Informationskampagne über derzeitige Förderungen und mögliche Unterstützungen der Lehrlinge. Bestehende Coaching-Programme sollen auf alle Lehrlinge (in betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten) ausgeweitet werden. Derzeit sind Lehrlinge in überbetrieblichen Ausbildungsstätten noch ausgenommen.
Keine Differenzierung mehr
„Das ist eine Hürde, die beseitigt werden muss. Schließlich stehen Lehrlinge in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ebenso vor der Lehrabschlussprüfung und sind gleichwertig zu fördern“, ist Köchl überzeugt. Er hält fest, dass die Vorbereitungszeit mit Arbeitszeit gleichzusetzen ist. „Vor allem in Zeiten der Pandemie muss wirklich jede Möglichkeit genutzt werden, um alle Lehrlinge zu unterstützen, damit die Abschlussprüfung gelingt. Die Differenzierung zwischen Lehrlingen in Betrieben und in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ist fehl am Platz“, betont Köchl.