FH Kärnten
Aus Donuts müssen Krapfen werden!
Zum heutigen Start in das Sommersemester widmet sich der Studiengang Architektur an der Fachhochschule dem Krapfen-Effekt. In Dörfern und Kleinstädten sollen wieder lebendige Zentren entstehen, um den Donut-Effekt umzukehren.
© FH Kärnten
Der Donut-Effekt beschreibt die Abwanderung von Betrieben an den Ortsrand. In den nächsten Monaten untersuchen Architektur-Studierende am Campus Spittal der Fachhochschule Kärnten, wie diesem Effekt entgegenzuwirken ist. Sie thematisieren, wie nachhaltig geplante Architektur einen Krapfen-Effekt erzeugen und kommunale Zentren wieder füllen und stärken kann.
Abwanderung an den Ortsrand
„Gewerbe, Handwerk, Geschäfte und Gastronomie wandern an den Ortsrand. Den Kommunen wird ihre Identität entzogen und sie verlieren ihre Attraktivität für die kommenden Generationen“, beschreibt Studiengangsleiter Wolfgang Grillitsch die Entwicklung, mit der aktuell viele Städte und Dörfer in ganz Europa zu kämpfen haben.
Innenentwicklung statt Abwanderung
Ab dem heute beginnenden Sommersemester arbeiten Architektur-Studierende an Lösungen und Alternativen zu dieser Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Innenentwicklung. Ein wichtiger Aspekt, mit dem Zentren wieder gestärkt werden können. Mit einem Vortragsprogramm zum Semesterstart werden die Studenten inhaltlich in das Thema eingeführt.
Krapfen für den guten Zweck
Anlässlich des Semesterbeginns am Faschingsdienstag wird daher auch die Aktion des Kiwanis Clubs Spittal unterstützt. Dabei werden Krapfen von regionalen Bäckern zugunsten benachteiligter Kinder verkauft, was im übertragenen Sinn zum aktuellen Schwerpunkt passt: Aus Donuts sollen schließlich Krapfen werden!
Wissenswert
Der Fokus des Architektur-Studiums der Fachhochschule Kärnten liegt auf einer nachhaltigen Gestaltung der Zukunft mit Schwerpunkten in Innovation und Digitalisierung des Bauwesens. Einzigartig in Österreich profitieren die Studierenden von der Vernetzung der Fachgebiete „Architektur“, „Bauingenieurwesen“ und „Nachhaltiges Immobilienmanagement“ am Campus Spittal. Es finden gemeinsame Lehrveranstaltungen statt und auch Projekte werden zusammen umgesetzt. Das erworbene interdisziplinäre Wissen setzen Absolventen meist unmittelbar nach dem Studium in verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Bau- und Immobilienbranche ein.