In Klagenfurt
Ein bewegendes Lichtermeer für den Frieden in der Ukraine
Lichtermeer und Friedenszug: Klagenfurt setzte gestern Abend ein Zeichen für den Frieden und solidarisierte sich mit den Menschen in der Ukraine.
© Einzelbild: StadtKommunikation/Thomas Hude, Bildergalerie: Peter Kowal senior
Das offizielle Klagenfurt und seine Bürger setzten gestern Abend mit einem Friedenszug durch die Innenstadt und einem Lichtermeer auf dem Neuen Platz ein starkes Zeichen für den Frieden und solidarisierten sich mit den Menschen in der Ukraine.
Partnerstadt Czernowitz
„Wir denken heute an die Menschen in der Ukraine und in unserer ukrainischen Partnerstadt Czernowitz, für die sich so plötzlich das Leben verändert hat. Familien, Frauen und Kinder sind gezwungen, fluchtartig ihr Land zu verlassen, um ihr eigenes Leben zu retten. Diese humanitäre Katastrophe sorgt weltweit für Bestürzung, Wut und Trauer auf der einen Seite, aber auch für massiven Zusammenhalt und grenzenlose Hilfsbereitschaft auf der anderen Seite“, fand Bürgermeister Christian Scheider bewegende Worte. Er führte den Friedenszug an, an dem Mitglieder des Stadtsenats und Gemeinderates, Vertreter der Kirche und der Hilfsorganisationen sowie hunderte Bürger teilnehmen.
Beeindruckende Hilfsbereitschaft
„Von Klagenfurt geht dieser Tage eine beeindruckende Hilfsbereitschaft aus“, betonte Scheider. Viele Bürger spenden, bringen wichtige Hilfsgüter von Matratzen und warmen Decken über Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel bis hin zu Stofftieren für Kinder, die auf der Flucht sind. Gestern brach der erste von mehreren LKW-Transporten in die ukrainische Partnerstadt auf, um Menschen, die aus Kiew nach Czernowitz fliehen mussten, all jene Dinge zu bringen, die sie derzeit dringend benötigen. Scheider dankte allen, die ihre Hilfsbereitschaft zeigen, der Caritas, dem Roten Kreuz und allen weiteren Organisationen, die diesen Hilfseinsatz unterstützen.
Ukrainer ergriff das Wort
Worte des Friedens und Miteinanders sprach Bischofsvikar Dompropst Engelbert Guggenberger, Stefanie Madrian sang das Lied des Friedens und nach der ukrainischen Nationalhymne ergriff Oleg, ein Vertreter der ukrainischen Community Kärntens, das Wort und bedankte sich für die enorme Solidarität und Hilfsbereitschaft: „Dass wir heute hier stehen, die ukrainische Gemeinschaft in Kärnten und meine Landsleute, die sich in der Heimat im Kriegszustand befinden, so große Solidarität und Hilfsbereitschaft erfahren, berührt mich. Als ich zu Kriegsbeginn das erste Treffen organisiert habe, waren wir drei Personen – heute ist es ein Menschenmeer! Die Stadt Klagenfurt, die Menschen und Organisationen hier machen Unmögliches möglich, um in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen“.
- Friedenszug mit Mitgliedern des Klagenfurter Stadtsenats und Gemeinderats, Vertretern der Kirche und der Hilfsorganisationen sowie hunderten Bürgern durch die Klagenfurter Innenstadt zum Neuen Platz.
- Bürgermeister Christian Scheider (Mitte) führte den Friedensmarsch an.
- Dompropst Engelbert Guggenberger (rechts) betete mit den Teilnehmern.
- Das Rathaus erstrahlte in den Nationalfarben der Ukraine.


