Günther Goach
„Maklergesetz bringt mehr Gerechtigkeit für Mieter“
„Das Mieter künftig von Maklerprovisionen befreit werden, ist die einzig faire Gangart“, kommentiert Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, das neue Gesetz.
„Die ungerechte Aufbürdung von Maklerkosten hat endlich ausgedient“, mit diesen Worten kommentiert Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, die gestern von der Bundesregierung präsentierte Gesetzesnovelle, wonach Mieter von Maklerprovisionen befreit werden.
Kritik an Verzögerung
Künftig gilt das Bestellerprinzip. „Für Wohnungssuchende fallen damit bis zu zwei Monatsmieten an Zusatzkosten weg. In Zeiten höchster Energiepreise, explodierender Mietkosten und massiver Inflation hat die Regierung doch erkannt, dass die Menschen von solchen finanziellen Bürden befreit werden müssen“, betont Goach. Er bemängelt jedoch, dass es nicht zustande gebracht wurde, das neue Gesetz sofort auf den Weg zu bringen. „Wir brauchen jetzt Entlastung, nicht erst zu Weihnachten“, begründet Goach.
Aufhebung der Befristung gefordert
Die Arbeiterkammer fordert seit Jahren, endlich zu handeln. „Die alte Regelung war niemals gerecht. Schließlich war es immer der Vermieter, der einen Makler beauftragt hat, um seine Wohnung an den Mann oder an die Frau zu bringen“, erklärt Goach. Er sieht jedoch zusätzlichen Handlungsbedarf. „Mietverträge werden derzeit zumeist auf drei Jahre befristet ausgestellt. Diese Zeitspanne muss in erster Konsequenz zumindest auf fünf Jahre ausgeweitet werden“, stellt Goach klar. Was Immobilienkonzerne, Versicherungen und andere große Wohnungsbesitzer angeht, fordert die Arbeiterkammer, dass diese künftig nur unbefristet vermieten dürfen.

