Lauf-Netzwerk

Der „Club 261“ ist seit zehn Jah­ren lau­fend mutig

Jubiläum: Seit Mai 2012 ermöglicht der Kärntner Verein „Club 261“ Mädchen und Frauen, die Freude am Laufen zu entdecken und durch die Bewegung Mut für anstehende Herausforderungen zu tanken.

Der „Club 261“ ist seit zehn Jah­ren lau­fend mutig Der „Club 261“ vermittelt Mädchen und Frauen Spaß am Laufen.

© Horst von Bohlen

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Grün­de­rin und Ver­eins­ob­frau Edith Zuschmann hob vor zehn Jah­ren den ers­ten „Club 261“-Lauftreff aus der Tau­fe. „Viele Mäd­chen und Frau­en sind nach wie vor der Mei­nung, dass die­ser Sport nichts für sie ist oder sie nicht gut genug sind, um mit­zu­ma­chen“, möch­te Zuschmann Mäd­chen und Frau­en Spaß am Lau­fen ver­mit­teln. Die erfah­re­ne Lauf­trai­ne­rin stell­te die gemein­sa­me Bewe­gung – fern von Leis­tungs­druck und Ver­glei­chen – in den Mit­tel­punkt des Lauf- und Bewe­gungs­pro­gramms des Ver­eins.

Frau­en­lauf-Pio­nie­rin Kath­ri­ne Swit­zer

Der Name des in Kla­gen­furt ein­ge­tra­ge­nen Ver­eins geht auf die Start­num­mer der Frau­en­lauf-Pio­nie­rin Kath­ri­ne Swit­zer zurück, die im Jahr 1967 als ers­te Frau offi­zi­ell den tra­di­ti­ons­rei­chen Bos­ton-Mara­thon lief. Dabei kam es zu einem his­to­ri­schen Zwi­schen­fall: Wäh­rend des Ren­nens atta­ckier­te sie der Renn­lei­ter, weil sie eine Frau war. Doch sie nahm all ihren Mut zusam­men, lief wei­ter und been­de­te erfolg­reich das Ren­nen. Seit­her gilt die Zahl „261“ als Sym­bol für weib­li­chen Mut. Die Bot­schaft des enga­gier­tes „Club 261“-Teams lau­tet: Durch Lau­fen neu­en Mut für alle Lebens­be­rei­che zu tan­ken.

Über 1.100 Teil­neh­me­rin­nen

Das Lauf­treff-Ange­bot sprach sich rasch her­um. In den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren ent­stan­den Grup­pen in St. Veit, Lie­ben­fels, St. Kan­zi­an, Spit­tal, St. Andrä, Graz, Maria Buch, Kra­kau, Tro­faiach und Wien. Über 1.100 Teil­neh­me­rin­nen aus neun Natio­nen genos­sen seit­her das Ange­bot und wur­den so zu lei­den­schaft­li­chen Läu­fe­rin­nen. Aktu­ell lei­ten 27 ehren­amt­li­che Betreue­rin­nen die Grup­pen an den zehn öster­rei­chi­schen Stand­or­ten und füh­ren die Teil­neh­me­rin­nen zwi­schen 16 und 69 Jah­ren durch das abwechs­lungs­rei­che, ein­stün­di­ge Lauf- und Bewe­gungs­pro­gramm, das ein­mal pro Woche pro Stand­ort ange­bo­ten wird.

Ein­stei­ge­rin­nen und erfah­re­ne Läu­fe­rin­nen

„Bei uns ist es egal, wie schnell oder weit die Teil­neh­me­rin­nen lau­fen kön­nen – jede wird herz­lich auf­ge­nom­men. Ein­stei­ge­rin­nen wie erfah­re­ne Läu­fe­rin­nen for­dern wir mit unse­rem viel­fäl­ti­gen Pro­gramm glei­cher­ma­ßen, wobei der Spaß und die Gemein­schaft wich­ti­ger sind als die Leis­tung“, beschreibt Astrid Sie­bert, Ver­eins­grün­dungs­mit­glied und Lauf­treff-Lei­te­rin in St. Veit und Lie­ben­fels.

Glo­ba­les Frau­en­lauf-Netz­werk

Das „Club 261“-Konzept erreg­te bald inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit. So grün­de­te Edith Zuschmann gemein­sam mit Kath­ri­ne Swit­zer im Jahr 2016 das glo­ba­le Frau­en­lauf-Netz­werk „261 Fearless“. Die­se gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on bil­det nach öster­rei­chi­schem Vor­bild Frau­en aus aller Welt zu „261 Lauftreff“-Betreuerinnen aus, um „261“-Clubs in ihren Hei­mat­län­dern zu eta­blie­ren. Der­zeit gibt es die­se von Frau­en geführ­te Ver­ei­ne in 12 Län­dern auf fünf Kon­ti­nen­ten.

21.05.2022 10:50
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Der „Club 261“ ist seit zehn Jah­ren lau­fend mutig Der „Club 261“ vermittelt Mädchen und Frauen Spaß am Laufen.

© Horst von Bohlen