Ende der Maskenpflicht
7.000 Beschäftigte atmen im Kärntner Handel auf!
Das Ende der Maskenpflicht war längst überfällig, stellt die Gewerkschaft GPA in Kärnten klar.
Die Nachricht des vorläufigen Endes der Maskenpflicht ab 1. Juni 2022 nimmt die Gewerkschaft GPA in Kärnten zwar mit Freuden auf, stellt jedoch klar, dass sie längst überfällig war. „In vielen Bereichen, in denen die Ansteckungsgefahr erwiesenermaßen deutlich höher ist, wurden die Masken längst abgelegt. Im Lebensmittelhandel hingegen haben Betriebsräte und Gewerkschaft bis zuletzt dafür kämpfen müssen, dass die Beschäftigten endlich entlastet werden“, kritisiert Günther Granegger, Handelssekretär der Gewerkschaft GPA in Kärnten das lange Hinauszögern der Entscheidung.
Unverständnis war groß
7.000 Handelsbeschäftigte können nun in Kärnten endlich aufatmen. Die Ankündigung des Gesundheitsministers kam, so Granegger, für viele Betroffene spät. „Angesichts gefüllter Konzerthallen in den vergangenen Wochen, in denen – wie auch in Fußballstadien – keine Masken mehr getragen werden müssen, und in Anbetracht der Tatsache, dass auch der Regelunterricht wieder ohne besondere Vorkehrungen stattfinden kann, war das Unverständnis bei den Beschäftigten im Lebensmittelhandel groß“, betont auch Jutta Brandhuber, Geschäftsführerin der GPA Kärnten.
Beschimpfungen und Maskenpausen
Die Beschäftigten im Lebensmittelhandel mussten in der Zeit der Pandemie bis zuletzt vieles ertragen. „Wir wissen von etlichen Fällen, in denen Beschäftigte von den Kunden wegen der Maskenpflicht beschimpft wurden. Wir wissen auch, dass die kollektivvertraglich vereinbarte Maskenpause gerade im Lebenshandel oft nicht eingehalten wurde, weil es einfach an Personal mangelt. Dass der Gesundheitsminister nun endlich auf den Druck von Gewerkschaft und Betriebsräten reagiert hat, war höchst an der Zeit“, sagt Granegger.