Villach

Roc­co, der ita­lie­ni­sche Kärnt­ner

Wo immer Rocco Russino mit seinem Verkaufswagen auf Märkten auftaucht, herrscht italienisches Flair. Woher er kommt und wie viel Kärnten in ihm steckt, erzählt er im Gespräch im „KLiCK Kärnten“.

Roc­co, der ita­lie­ni­sche Kärnt­ner Rocco Russino mit seiner Lebenspartnerin Yvonne

© kope

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„KLiCK Kärn­ten“ traf den „Para­de-Ita­lie­ner“ Roc­co Rus­si­no (54) am Bau­ern­markt in Boden­s­dorf, wo er den Kun­den sei­ne ita­lie­ni­schen Pro­duk­te anbie­tet. Der Zuspruch der Gäs­te ist groß. Der sym­pa­thi­sche Süd­ita­lie­ner fasst sei­ne Her­kunft zusam­men: „Ich wur­de in der Schweiz gebo­ren. Mei­ne Kind­heit habe ich in Veno­sa in der Regi­on Basi­li­ka­ta in Süd­ita­li­en ver­bracht. Mit 17 Jah­ren bin ich nach Deutsch­land gekom­men, wo ich 20 Jah­re in der Nähe von Düs­sel­dorf gear­bei­tet und gelebt habe. Vor 18 Jah­ren hat es mich dann der Lie­be wegen nach Kärn­ten ver­schla­gen. Inzwi­schen ist hier mei­ne zwei­te Frau Yvonne zu mei­ner gro­ßen Lie­be gewor­den. Einen bes­se­ren Euro­pä­er, als ich es bin, gibt es wohl nicht“, schmun­zelt Rus­si­no.

Die Hei­mat

Drei­mal im Jahr besucht er sei­nen Vater (83) und sei­ne Mut­ter (79). Natür­lich ist er im Novem­ber zur Oli­ven­ern­te in Veno­sa, sei­nem Hei­mat­ort. „Mein Papa hat noch 120 Oli­ven­bäu­me. Frü­her haben wir auch Wein gemacht. Die Arbeit wur­de mei­nen Eltern im Alter aber zu schwer. Ich lie­be mei­ne Eltern, beson­ders mei­ne Mama. Sie ist eine typi­sche ita­lie­ni­sche Mama: Sie hält die Fami­lie zusam­men. Ich habe auch eine Schwes­ter, die aber auch nicht mehr zu Hau­se lebt“, berich­tet Rus­si­no.

Die Tour

Aktu­ell ist er mit mei­nem Ver­kaufs­wa­gen auf drei Märk­ten ver­tre­ten: in Döbriach am Mill­stät­ter See, in Boden­s­dorf und am Faa­ker See. „Im Win­ter bin ich auf dem Weih­nachts­markt in Feld­kir­chen und im Ein­kaufs­cen­ter in Spit­tal“, zählt der Ita­lie­ner auf. Er möch­te so lan­ge auf Märk­te fah­ren, solan­ge es ihm Spaß macht, er die Kraft hat und gut gelaunt bleibt.

Die gemüt­li­chen Kärnt­ner

„Als ich mit 17 Jah­ren nach Deutsch­land gekom­men bin, habe ich sehr früh den Unter­schied zwi­schen Süd­ita­li­en und Deutsch­land gemerkt. Die Deut­schen ver­su­chen alles per­fekt zu machen. Das hat mir bei mei­ner Arbeit auch viel gehol­fen. Bei den Kärnt­nern ist alles ein biss­chen Wischi­wa­schi. Da sind vie­le Ein­flüs­se aus Slo­we­ni­en und Nord­ita­li­en dabei. Der Kärnt­ner ist ein­fach gemüt­li­cher“, erzählt Rus­si­no. Sei­ne Schluss­fol­ge­rung: „Die Kärnt­ner lie­ben mich und ich die Kärnt­ner.“

29.06.2022 08:57
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Roc­co, der ita­lie­ni­sche Kärnt­ner Rocco Russino mit seiner Lebenspartnerin Yvonne

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