Privatstiftung

Zwei Mil­lio­nen Euro für Kärnt­ner Wirt­schaft

Frisches Eigenkapital für Kärntner Start-ups, Gründungen sowie Klein- und Mittelunternehmen: Die Privatstiftung Kärntner Sparkasse stellt mit der neu gegründeten Fördergesellschaft StartInvest GmbH zwei Millionen Euro Beteiligungskapital bereit.

Zwei Mil­lio­nen Euro für Kärnt­ner Wirt­schaft Die Vorstände der Privatstiftung Kärntner Sparkasse Hans Schönegger (ganz links) und Siegfried Huber (ganz rechts) und die Geschäftsführer der StartInvest GmbH Alexander Botscharow (Zweiter von rechts) und Harald Baier (Zweiter von links) zünden die erste Raketenstufe der neuen Sparkasse-Wirtschaftsförderung.

© Martin Rauchenwald

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Die Pri­vat­stif­tung der Kärnt­ner Spar­kas­se grün­de­te eine neue För­der­ge­sell­schaft zur Unter­stüt­zung der regio­na­len Wirt­schaft: Mit der Start­In­vest GmbH stellt die Stif­tung sie zwei Mil­lio­nen Euro Betei­li­gungs­ka­pi­tal für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) in Form von direk­ten oder stil­len Betei­li­gun­gen bereit. Damit wei­tet die Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se ihren Stif­tungs­ge­dan­ken der regio­na­len För­de­rung spe­zi­ell für jun­ge Unter­neh­men und für KMU aus.

Finan­zi­el­le Gesund­heit von Unter­neh­men

Geför­dert wer­den Start-ups, Grün­der, Unter­neh­mens­nach­fol­ger sowie KMU bei zukunfts­träch­ti­gen Inves­ti­tio­nen, beson­ders mit Schwer­punkt auf Nach­hal­tig­keit. „Die ‚Start­In­vest‘ sieht sich als Ermög­li­cher und möch­te einen akti­ven Bei­trag zur finan­zi­el­len Gesund­heit von Unter­neh­men und Grün­dern leis­ten“, erklärt Alex­an­der Botscha­row, Geschäfts­füh­rer der „Start­In­vest“ und Bereichs­lei­ter „Kom­merz“ der Kärnt­ner Spar­kas­se.

Wirt­schafts­öko­sys­tem stär­ken

Harald Bai­er, eben­falls Geschäfts­füh­rer der „Start­In­vest“ und Lei­ter des Grün­der­cen­ters der Kärnt­ner Spar­kas­se, bekräf­tigt: „Wir unter­stüt­zen die Kärnt­ner Grün­der­sze­ne seit vie­len Jah­ren mit wich­ti­gen Initia­ti­ven. Mit der ‚Start­In­vest‘ ergänzt die Pri­vat­stif­tung das Wirt­schafts­öko­sys­tem in Kärn­ten um einen wich­ti­gen Bau­stein.“ Mit dem Betei­li­gungs­ka­pi­tal steht die „Start­In­vest“ den geför­der­ten Unter­neh­men bei her­aus­for­dern­den Inves­ti­tio­nen stär­kend zur Sei­te und erleich­tert den wei­te­ren Zugang zu Kre­di­ten und öffent­li­chen För­de­run­gen.

Mehr­wert für Kärn­ten

„Die Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se erwei­tert damit ihren Stif­tungs­zweck der För­de­rung der Regi­on um eine neue Dimen­si­on. Mit der ‚Start­In­vest‘ schaf­fen wir ein zusätz­li­ches Instru­ment, um einen Mehr­wert für Kärn­tens Wirt­schaft und Gesell­schaft zu erzie­len“, erklärt Sieg­fried Huber, Vor­stand sowohl der Kärnt­ner Spar­kas­se als auch der Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se.

Direk­te oder stil­le Betei­li­gun­gen

Grün­dun­gen und bestehen­de Unter­neh­men ver­bes­sern durch eine Betei­li­gung der „Start­In­vest“ ihre Kenn­zah­len. „Die Ziel­grup­pe reicht von Start-ups und Grün­dun­gen bis zu Hand­werks- oder klei­nen und mitt­le­ren Dienst­leis­tungs­be­trie­ben. Als Betei­li­gungs­mo­dell wer­den die stil­le oder die direk­te Betei­li­gung gewählt, je nach Risi­ko­ein­schät­zung und Bedürf­nis­sen der zu finan­zie­ren­den Unter­neh­men“, erläu­tert Hans Schön­eg­ger, Vor­stand der Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se. Groß­un­ter­neh­men, Unter­neh­men mit kom­ple­xen Fir­men­struk­tu­ren oder Restruk­tu­rie­rungs­fäl­le sind aus­drück­lich nicht Ziel­grup­pen der „Start­In­vest“.

Zwei Mil­lio­nen Euro Start­ka­pi­tal

Die Pri­vat­stif­tung Kärnt­ner Spar­kas­se ist zu 74,99 Pro­zent Eigen­tü­me­rin der Kärnt­ner Spar­kas­se AG, 25 Pro­zent plus eine Aktie hält die Ers­te Bank AG. Mit Gewin­nen der im Jahr 1835 gegrün­de­ten Kärnt­ner Spar­kas­se, die 1990 in die Kärnt­ner Spar­kas­se AG umge­wan­delt wur­de, erfüllt die Stif­tung ihren Zweck der regio­na­len För­de­rung im wirt­schaft­li­chen, kul­tu­rel­len, sozia­len und gesell­schaft­li­chen Bereich. Die „Start­In­vest“ ist vor­erst mit zwei Mil­lio­nen Euro dotiert, mit­tel­fris­tig ist eine Finan­zie­rung von fünf Mil­lio­nen Euro geplant. Außer­dem soll die „Start­In­vest“ durch Rück­flüs­se auch gewinn­ori­en­tiert geführt wer­den.

Ermög­li­chung von Inves­ti­tio­nen

„Die ‚Start­In­vest‘ kann durch ihre Betei­li­gung Grün­dun­gen und Unter­neh­men bei Inno­va­ti­on und Wachs­tum ent­schei­den­de Hil­fe leis­ten“, erklä­ren die Geschäfts­füh­rer Botscha­row und Bai­er. Als Bei­spie­le nen­nen sie Inves­ti­tio­nen in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen, in zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter sowie Nach­hal­tig­keits­in­ves­ti­tio­nen zur Errei­chung der ESG-Zie­le. Eben­so kann die ‚StartInvest‘-Beteiligung Ver­triebs­auf­bau und Markt­ein­füh­run­gen inno­va­ti­ver Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen oder die Fer­ti­gungs­über­lei­tung von „For­schung & Entwicklung“-Ergebnissen in den Echt­be­trieb ermög­li­chen. „Gene­rell wird die Wett­be­werbs­fä­hig­keit gestärkt und auch die stra­te­gi­sche Neu­po­si­tio­nie­rung unter­stützt“, beto­nen Botscha­row und Bai­er.

Online-Tipp: kspk-welt.at/startinvest

 

Bei­spiels eins

Hand­werks­be­trieb (Gesamt­in­ves­ti­ti­on: 125.000 Euro)

Ein Anwen­dungs­bei­spiel für eine Betei­li­gung durch die „Start­In­vest“ ist die Über­nah­me und öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Aus­rich­tung eines Hand­werks­be­triebs mit rund zehn Beschäf­tig­ten durch eine Mit­ar­bei­te­rin oder einen Mit­ar­bei­ter. Bei rund 20.000 Euro Eigen­ka­pi­tal wür­de eine Betei­li­gung der „Start­In­vest“ mit 50.000 Euro die not­wen­di­ge Bank­fi­nan­zie­rung (44.000 Euro) und För­de­run­gen (11.000 Euro) für die Gesamt­in­ves­ti­ti­on von 125.000 Euro für Ablö­se von Maschi­nen, Neu­in­ves­ti­tio­nen, Bau­ad­ap­tio­nen, Web­shop und Mar­ke­ting ermög­li­chen.

 

Bei­spiel zwei

Start-up (Gesamt­in­ves­ti­ti­on: 490.000 Euro)

Ein ande­res Bei­spiel ist ein fünf Jah­re altes Start-up aus der IT-Bran­che, das nach erfolg­rei­chem Markt­ein­tritt für den nächs­ten Ent­wick­lungs­schritt Kapi­tal benö­tigt, das Eigen­ka­pi­tal aber für die Pro­dukt­ent­wick­lung ver­wen­den muss­te. Hier könn­te eine Betei­li­gung der „Start­In­vest“ in Höhe von 245.000 Euro eine eben­so hohe För­der­fi­nan­zie­rung hebeln und damit eine erfor­der­li­che Gesamt­in­ves­ti­ti­on von 490.000 Euro für Soft­ware, zusätz­li­ches Per­so­nal, Hard­ware, Mar­ke­ting und Ver­trieb ermög­li­chen.

06.07.2022 12:11
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Zwei Mil­lio­nen Euro für Kärnt­ner Wirt­schaft Die Vorstände der Privatstiftung Kärntner Sparkasse Hans Schönegger (ganz links) und Siegfried Huber (ganz rechts) und die Geschäftsführer der StartInvest GmbH Alexander Botscharow (Zweiter von rechts) und Harald Baier (Zweiter von links) zünden die erste Raketenstufe der neuen Sparkasse-Wirtschaftsförderung.

© Martin Rauchenwald