Aus dem Stadtsenat
Die Stadt Villach erhöht den Teuerungsausgleich
Einstimmiger Beschluss im Stadtsenat: Die Stadt Villach erhöht den Teuerungsausgleich „Villach Bonus“ für Menschen mit geringem Einkommen um 50 Prozent.
© Stadt Villach/Adrian Hipp
Die Stadt Villach reagiert auf die aktuelle Teuerungswelle: Der Stadtsenat beschloss einstimmig, den Teuerungsausgleich „Villach Bonus“ für Menschen mit geringem Einkommen heuer gleich um 50 Prozent zu erhöhen. Er macht damit 120 Euro aus. „Wir reagieren damit auf die höchste Inflationsrate seit Jahrzehnten. Sie trifft einkommensschwache Villacher besonders hart“, sagt Bürgermeister Günther Albel im Namen des gesamten Stadtsenats (SPÖ, FPÖ, ÖVP, ERDE). Der „Villacher Bonus“ ist als Ergänzung zu Ausgleichszahlungen von Bund und Land Kärnten angelegt.
Wer ist anspruchsberechtigt?
Anspruchsberechtigt sind gemäß den aktuellen Vorgaben Personen, wenn die folgenden monatlichen Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.
- Alleinstehende: 1.100 Euro netto
- Alleinstehende Pensionisten mit mindestens 360 Beitragsmonaten (Pflichtversicherung/Erwerbstätigkeit): 1.100 Euro netto
- Ehepaare/Lebensgemeinschaften: 1.560 Euro netto
Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt erhöht sich die Einkommensgrenze um 270 Euro netto.
Entwicklung der freiwilligen Leistung
Die freiwillige Leistung der Stadt Villach wurde auch in den vergangenen Jahren in Höhe von 60 Euro ausgezahlt. Erst im Vorjahr war sie wegen der wirtschaftlichen Corona-Folgen auf 80 Euro erhöht worden. Nun sind es 120 Euro.
Wissenswert
Die Auszahlung des „Villach Bonus“ erfolgt besonders unbürokratisch, ein eigener Antrag ist nicht nötig. Es werden alle Anträge, die zwischen 3. Oktober 2022 und 28. April 2023 im Rahmen der Kärntner Heizkosten-Unterstützung des Landes Kärnten gestellt werden, automatisch berücksichtigt. Die Stadt Villach geht von einem finanziellen Mehrbedarf von 100.000 Euro aus.

