Wirtschaftsbund Kärnten
Das Ende der Kassabon-Flut gefordert!
Kärntens Wirtschaftsbund-Landesgruppenobmann Jürgen Mandl fordert ein Ende der Kassabon-Flut und damit eine Entlastung der Unternehmer – und der Umwelt.
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Zu Jahresbeginn 2016 trat die Belegerteilungspflicht in Kraft. Konkret wurden Registrierkassen und die Pflicht, jedem Kunden einen Beleg auszuhändigen, verordnet. Durch das Fehlen einer Bagatellgrenze werden jährlich zig Millionen Bons ausgedruckt und landen postwendend im Müll, kritisiert der Wirtschaftsbund Kärnten in einer Aussendung. Der Kunde ist zwar theoretisch verpflichtet, den Beleg mitzunehmen, das Gesetz sieht aber keine Strafe bei Unterlassung vor. Die Schlussfolgerung des Wirtschaftsbunds: Also bleiben vor allem Belege mit Kleinbeträgen einfach liegen.
Bagatellgrenze einführen
Jürgen Mandl, Landesobmann des Wirtschaftsbunds Kärnten, forderte mit Vertretern aus Handel und Tourismus bereits vor über einem Jahr die Einführung einer Bagatellgrenze. Jetzt sei es höchste Zeit, dass der Gesetzgeber reagiert: „Schließlich reden wir hier nicht nur von hohen Kosten für die Unternehmer, es ist auch eine ungeheuerliche Umweltbelastung“, ärgert sich Mandl.
50 Prozent unter 12,40 Euro
Der Wirtschaftsbund legt Zahlen vor: Österreichweit liegen etwa 50 Prozent der Zahlungen unter einem Wert von 12,40 Euro. Allein diese Kassabons produzieren einen Papierverbrauch von 655 Kilometern. Das entspricht ungefähr der Strecke von Klagenfurt nach Belgrad – und das täglich! Mandl fordert die Einführung einer Bagatellgrenze von 20 Euro. Der Wirtschaftsbund rechnet vor: Diese Bagatellgrenze würde österreichweit eine Papierverschwendung von rund 239.100 Kilometern pro Jahr beenden. Das entspricht der sechsfachen Umrundung des Erdballs
Kosten sparen und Umwelt schonen
„Mit dieser eigentlich geringfügigen Gesetzesänderung kann unsere Regierung gleich mehrere Hebel in die richtige Richtung bewegen. Die Betriebe würden Kosten und Zeitaufwand sparen, wir schonen Ressourcen und ersparen unserer Umwelt tausende Tonnen giftigen Mülls. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen um hochgiftiges Thermopapier, das für den Bondrucker benötigt wird“, unterstreicht Präsident Mandl seine Forderung. Für den Staat entsteht, so der Wirtschaftsbund, übrigens kein Nachteil: Finanzprüfungen werden ohnehin über die digitalen Aufzeichnungen der Registrierkassen durchgeführt.