Effizienz
Energiesparplan: Kürzen statt streichen in Villach!
Objektbestrahlung, Betrieb des Eislaufplatzes oder Adventbeleuchtung – die Stadt Villach schnürt ein Bündel an Maßnahmen, um Energie zu sparen.
Der Krieg in der Ukraine, Österreichs hohe Abhängigkeit von russischem Gas und damit verbundene Lieferproblemen im Energiesektor führen dazu, dass auch Städte Sparkonzepte umsetzen. Villach hat dabei eine hervorragende Ausgangsposition: Die Stadt ist seit Jahren mit der „e5“-Bewertung für Energieeffizienz ausgezeichnet. Österreichweit liegt Villach als einzige größere Stadt in den Top 10 der energie- und klimaschonenden Gemeinden.
Ehrgeiziges Ziel
Dennoch erlegt sich die Stadtpolitik ein ehrgeiziges, zusätzliches Energiesparprogramm für die kommenden Monate auf. Mit dem Ziel, 20 Prozent beim Stromverbrauch einzusparen. Das entspricht mehr als einer Gigawattstunde, dem Jahresverbrauch von über 300 Haushalten.
Zwei Säulen für Energiesparen
Erreicht werden soll dies durch zwei Strategiesäulen: Erstens durch die laufende Optimierung der Energieeffizienz. Dazu zählen die in Villach konsequent vorangetriebene Umstellung auf Fernwärme, der flächendeckende Einsatz von LED-Leuchten, der Ausbau von Photovoltaikanlagen und thermische Sanierungen. Zweitens gibt es heuer erstmals ein Bündel von Zusatzmaßnahmen (siehe „Im Überblick“ unten). Dabei gilt der Grundsatz „kürzen statt streichen“, betont Bürgermeister Günther Albel: „So schaffen wir den Ausgleich zwischen erforderlicher Sparsamkeit und wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Gleichzeitig gehen wir als öffentliche Hand mit gutem Beispiel voran.“
Energieeffizienz und Sparsamkeit
Auch Vizebürgermeisterin und Nachhaltigkeitsreferentin Sarah Katholnig ist überzeugt: „Mit diesem Bündel an Maßnahmen setzen wir den Villacher Weg der Energieeffizienz und Sparsamkeit fort.“ Sie verweist auf einen weiteren Schritt: „Zusätzlich steht im Budget des Jahres 2022 eine Million Euro für städtische Energiesparmaßnahmen bereit. So werden wir Schritt für Schritt noch energie- und klimafitter.“
Im Überblick
Die Hauptpunkte des Maßnahmenkatalogs:
- Die Heiztemperatur in städtischen Büroräumlichkeiten wird auf 20 Grad reduziert. Die Gangtemperatur in Bürogebäuden soll, sofern technisch möglich, auf 12 Grad abgesenkt werden. Dies gilt auch für Garagen, in denen nicht gearbeitet wird.
- Abschaltung der zentralen Warmwasserversorgung im Rathaus
- Reduktion/Abschaltung der Objektbestrahlung etwa von Kirchen oder Stadtgebäuden, sofern es keine Sicherheitsbedenken gibt.
- Der beliebte Eislaufplatz vor dem Rathaus wird um ein paar Wochen kürzer in Betrieb sein. Voraussichtliches Ende: 22. Februar 2023.
- Die Adventbeleuchtung, die aus energiesparenden LED-Lampen besteht, wird bis 23 Uhr statt bis 24 Uhr eingeschalten bleiben. Die morgendliche Beleuchtung von 6.30 bis 8 Uhr fällt weg.
- Der sogenannte Winter-Wunder-Wald im Garten des ehemaligen Parkhotels, der sich zu einer beliebten Attraktion entwickelte, wird ebenso nur bis 23 Uhr beleuchtet. Der Beginnzeitpunkt der abendlichen Beleuchtung wird wöchentlich an die Dämmerung angepasst. Auch hier wird die morgendliche Beleuchtung von 6.30 bis 8 Uhr ausgesetzt.

