Teuerung

Goach: „Vie­le Kärnt­ner brau­chen einen Neben­job“

Die Preise für Strom, Sprit und Gas steigen in astronomische Höhen und befeuern die allgemeine Teuerung. Das macht sich auch bei der Arbeit der Arbeiterkammer Kärnten bemerkbar.

Goach: „Vie­le Kärnt­ner brau­chen einen Neben­job“ Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach: „Wegen der Teuerungswelle sind derzeit viele Kärntner auf der Suche nach einem Zweitjob.“

© AK/Jost & Bayer

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Die Infla­ti­on in Öster­reich erreicht his­to­ri­sche Rekord­wer­te: Auch die Kärnt­ner stöh­nen unter dem mas­si­ven Anstieg der Lebens­hal­tungs­kos­ten. Seit Mona­ten kann sich die Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten vor Anfra­gen, die vor­wie­gend per E‑Mail oder Tele­fon ein­ge­hen, kaum ret­ten.

Anfra­gen ver­viel­facht

„Auf­grund der hohen Ener­gie­kos­ten inter­es­sie­ren sich vie­le Kärnt­ner für eine Neben­be­schäf­ti­gung“, schlägt Gün­ther Goach, Prä­si­dent der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten, im Gespräch mit „KLiCK Kärn­ten“ Alarm. In der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten küm­mern sich aktu­ell 167 Mit­ar­bei­ter in Kla­gen­furt, in den sechs Bezirks­stel­len und einer Ser­vice­stel­le in Her­ma­gor um ihre Mit­glie­der. Im Arbei­ter­kam­mer-Kon­su­men­ten­schutz, unter­stützt durch das Land Kärn­ten, wer­den zusätz­lich alle Kärnt­ner in kon­su­men­ten­schutz­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten bera­ten.

Wunsch nach Neben­job steigt

Es ist eine gan­ze Rei­he an Fra­gen abzu­klä­ren, die zu erfül­len sind, bevor man einen Zweit­job in Betracht zie­hen kann. „Mit wel­chen steu­er­li­chen Nach­zah­lun­gen ist zu rech­nen? Muss die Neben­be­schäf­ti­gung beim Arbeit­ge­ber gemel­det wer­den? Wie viel darf in der Pen­si­on dazu­ver­dient wer­den?“, gibt der Exper­te zu beden­ken. Vor­sicht gebo­ten ist auch, wenn der Wunsch besteht, sein Arbeits­lo­sen­geld auf­zu­bes­sern: „Hier kann es rasch zu Nach­zah­lun­gen oder Rück­for­de­run­gen kom­men, wenn die Gering­fü­gig­keits­gren­ze durch Mehr- oder Über­stun­den über­schrit­ten wird.“

Tipps vom Exper­ten

Bevor man sich um einen Zweit­job bemüht, soll­te man schrift­lich die Zustim­mung des Arbeit­ge­bers ein­ho­len. So kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se ver­mie­den wer­den. „Im Fall einer unzu­läs­si­gen Neben­be­schäf­ti­gung kann es zu Scha­den­er­satz­for­de­run­gen oder sogar zur Ent­las­sung kom­men“, gibt die Arbei­ter­kam­mer zu beden­ken. Bezieht man Arbeits­lo­sen­geld, soll­te das Arbeits­markt­ser­vice (AMS) infor­miert wer­den, bevor eine gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gung ange­tre­ten wird. „Unbe­dingt vor Antritt erkun­di­gen soll­te sich der Job­su­chen­de auch über die Höhe des Ent­gelts und die dafür zu leis­ten­den Stun­den.“ Denn: „Bei Über­schrei­tung der Gering­fü­gig­keits­gren­ze kommt es zur Rück­for­de­rung des Arbeits­lo­sen­gelds.“

18.09.2022 08:50 - Update am: 18.09.2022 08:56
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Goach: „Vie­le Kärnt­ner brau­chen einen Neben­job“ Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach: „Wegen der Teuerungswelle sind derzeit viele Kärntner auf der Suche nach einem Zweitjob.“

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