Saubere Umwelt

„Grü­ne“ rei­nig­ten See und Ufer in Pört­schach

Bei Freizeit-Aktivitäten in der Natur hinterlassen Mitmenschen leider viel Müll. Die Grünen führten am vergangenen Samstag eine See- und Uferreinigung durch – mit zehn Säcken voller Mist und Müll nach nur zwei Stunden.

Grüne Pörtschach Im Wasser, entlang des Ufers und zu Land: Die Grünen Kärnten und die Grünen Pörtschach nahmen am vergangenen Samstag eine See- und Uferreinigung vor.

© Klopf

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Zehn Säcke Mist und Müll in nur zwei Stun­den – das ist die Bilanz einer See- und Ufer­rei­ni­gung in Pört­schach. Die­se Akti­on führ­ten die Grü­nen Kärn­ten und die Grü­nen Pört­schach in Koope­ra­ti­on mit dem Umwelt­tauch­club Kärn­ten, dem Tauch­shop Kla­gen­furt, der inter­na­tio­na­len Cle­a­nup-Orga­ni­sa­ti­on „1 Pie­ce Each“ und der Grü­nen Jugend Kärn­ten am und im Wör­ther­see durch.

Drei Teams

Dazu schwärm­ten drei Teams aus: Tau­cher such­ten den See­bo­den ent­lang der Schlan­gen­in­sel ab, das zwei­te Team sam­mel­te ent­lang des Schilf­gur­tes von Land­spitz und Schlan­gen­in­sel und eine Land­trup­pe rei­nig­te rund um den Land­spitz und ent­lang der See­pro­me­na­de. Trotz Vor­rei­ni­gung durch Bau­hof und Fische­rei­ver­ein kamen in nur zwei Stun­den zehn vol­le Müll­sä­cke zusam­men.

Gefähr­li­che Ziga­ret­ten­stum­mel

„Das Bewusst­sein der Men­schen für die Aus­wir­kun­gen von acht­los weg­ge­wor­fe­nem Müll muss noch geschärft wer­den“, erzählt Gabrie­le Hadl, Gemein­de­rä­tin der Grü­nen in Pört­schach. Am Land fie­len vor allem Ziga­ret­ten­stum­mel unter den Bän­ken auf, deren gefähr­li­che Umwelt­gif­te über Jahr­zehn­te nach­wir­ken (sie­he „Wis­sens­wert“ unten).

Mehr Maß­nah­men zum Schutz der Natur

Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Olga Vog­lau­er, Lan­des­spre­che­rin der Grü­nen, wünscht sich, dass die Rei­ni­gungs­ak­ti­on Nach­ah­mer fin­det: „Ich hof­fe, wir kön­nen damit Leu­te inspi­rie­ren, ihren Plas­tik­kon­sum ein­zu­schrän­ken und her­um­lie­gen­den Müll ein­zu­sam­meln.“ Die­ses Pro­blem ist aber nicht von Ein­zel­nen zu lösen: „Es braucht ein Plas­tik­pfand und stär­ke­re Maß­nah­men zum Natur­schutz – auch auf Lan­des- und Gemein­de­ebe­ne.“

 

Wis­sens­wert

Ziga­ret­ten­stum­mel haben es in sich: Von Hun­den gefres­sen, kön­nen sie zu Ver­gif­tun­gen füh­ren. Eine beson­de­re Gefahr besteht für Gewäs­ser. Durch die ent­hal­te­nen Gift­stof­fe kann ein Ziga­ret­ten­stum­mel in einem Liter Was­ser inner­halb von vier Tagen die Hälf­te aller dar­in schwim­men­den Fische töten (Quel­le: Glo­bal 2000).

 

18.05.2021 10:31 - Update am: 19.05.2021 07:19
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