Fußball
„Hinti“, der Präsident
Der 67-fache Teamspieler Martin Hinteregger aus Sirnitz wechselte ins Amateurlager, ist nun Gastronom in Frankfurt, Präsident des SC Wiener Viktoria und lässt sich zum Hubschrauberpiloten ausbilden. Wie kam es zur Präsidentschaft in Wien? „Hinti“ im Interview mit „KLiCK Kärnten“.
© SC Wiener Viktoria
Wenn er etwas angreift, ist der Erfolg vorprogrammiert. Die Rede ist vom Sirnitzer Urgestein Martin „Hinti“ Hinteregger. Als Profi-Fußballer war er heuer maßgeblich am Erfolg der Eintracht Frankfurt beteiligt und gewann mit den Deutschen die Europa League. Auch 67 Einsätze des Verteidigers im Nationalteam (vier Tore) zeugen von einer beeindruckenden Karriere. Seit der aktuellen Saison spielt der bodenständige Kicker „nur“ noch als Amateur für seinen Stammverein SGA Sirnitz in der Unterliga Ost, wo er als Stürmer für die nötigen Tore sorgt. Damit nicht genug: Vor kurzem übernahm Hinteregger auch das Amt des Präsidenten des Regionalliga-Ost-Vereins SC Wiener Viktoria. Wie es dazu kam, erzählt er im Interview mit „KLiCK Kärnten“.
„KLiCK Kärnten“: Von Sirnitz nach Wien – wie sind Sie auf den SC Wiener Viktoria gestoßen?
Martin Hinteregger: Ich bin mit Christopher Seiler von „Seiler & Speer“ gut befreundet. Er ist ein großer Förderer des SC Wiener Viktoria. Bei einem Treffen hat er mich gefragt, ob ich den Präsidenten in seinem Verein machen würde.
Wie haben Sie Christopher Seiler kennengelernt?
Wir haben uns zufällig getroffen, dann habe ich ihn ins Stadion eingeladen. Danach sind wir bei ihm im Garten ein paar Stunden zusammengesessen. Daraus ist eine gute Freundschaft entstanden.

Kannten Sie den Verein vorher?
Nein, ich habe mir von Christopher angehört, welcher Verein die „Viktoria“ ist und wofür er steht. Ich war vor allem vom sozialen Hintergrund des Vereins beeindruckt.
Sehen Sie sich auch als Botschafter des Vereins?
Nein, ich bin Präsident, Christopher der Botschafter. Natürlich werde ich meine Inputs geben. Für die Kampfmannschaft sehe ich mich mehr als Berater, aber ich werde mich sicher nicht in den aktiven Bereich einmischen. Was den Nachwuchs und die sozialen Projekten betrifft, werde ich den Verein gerne unterstützen.
Wie oft werden Sie die „Viktoria“-Fans in Wien zu sehen bekommen?
Heuer ist es schwierig, weil ich mit Sirnitz sehr oft zeitgleich spiele. Ganz sicher ist, dass ich beim letzten Spiel der Herbstsaison in Wien dabei sein werde.
Sie haben momentan eine Platzwunde auf der Nase. Was ist passiert?
Die kommt von einer Strafraumaktion im Heimspiel gegen Gallizien, die uns einen Elfmeter eingebracht hat. Ich bin angetreten an und habe den Ball voll in die Mitte geschossen. Das war der Führungstreffer, wir haben 4:1 gewonnen.
Sie absolvieren derzeit eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten.
Stimmt, in einem Monat bin ich mit der Ausbildung fertig. Dann geht es ab in die Lüfte!