Arriach & Treffen
Äcker im Gegendtal von Schlamm befreien
Rechtzeitig zum Maisanbau 2023 sind landwirtschaftliche Flächen im Gegendtal von 120.000 Kubikmetern Schlamm freizuräumen.
Das verheerende Unwetter Ende Juni richtete in der Marktgemeinde Treffen und in der Gemeinde Arriach binnen kürzester Zeit Schäden in Millionenhöhe an. Wasser- und Geröllmassen rissen ganze Straßenzüge und Brücken weg, zerstörten Häuser und Existenzen und forderten ein Todesopfer. Oberste Priorität hatten zu Beginn die Wiederherstellung der regionalen Straßeninfrastruktur und die Erreichbarkeit einzelner Ortschaften. Tonnenweise Schlamm, Sand und Geröll waren von Straßen, aus Flussbetten, Gärten, Häusern und Gräben zu entfernen.
Material abtransportieren
„Mehr als 150.000 Kubikmeter Material wurden mit vereinten Kräften aus dem Krisengebiet transportiert und auf fünf großen Flächen in Treffen zwischengelagert“, berichtet Landesrat und Agrarreferent Martin Gruber. Hinzu kommen weitere 120.000 Kubikmeter Schlamm, die etwa 88 Hektar landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar machten. Das gesamte Material abzutransportieren und sinnvoll zu verwerten, ist nicht nur sehr aufwendig, sondern vor allem kostenintensiv. Vier Millionen Euro kostet das Gesamtvorhaben, das mit Bundes‑, Landes- und Gemeindemitteln finanziert wird. „Aus dem Agrarreferat leisten wir für die Freiräumung der landwirtschaftlichen Flächen einen anteiligen Beitrag von einer knappen Million Euro“, verrät Gruber.
Verwertungsfläche in Treffen
Die Lösung für diese rund 88 Hektar an Äckern und Wiesen wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Wasserwirtschaft und der Agrartechnik des Landes möglich, denn ein Teil der Sedimente (rund 60.000 Kubikmeter) wird von der Abteilung Wasserwirtschaft für den Bau eines neuen Hochwasserschutzdamms in der Marktgemeinde Treffen verwendet. Ein geringerer Teil des Materials kann direkt in die Böden eingearbeitet werden. Weitere rund 40.000 Kubikmeter Sedimente werden schlussendlich auf eine Verwertungsfläche gebracht. „Um Zeit und Transportkosten zu sparen, haben wir eine Verwertungsfläche in Treffen gefunden, zu der das überschüssige Material gebracht und auf der es verteilt wird“, erklärt Gruber.
Felder wieder bewirtschaften
Wie schnell die Arbeiten voranschreiten können, hängt von Faktoren wie der Witterung oder der Auslastung der beauftragten Firmen ab. „Unser Ziel ist es jedenfalls, die Flächen spätestens bis zum Maisanbau im Mai 2023 freigeräumt zu haben, so dass eine Bewirtschaftung der Felder wieder möglich ist“, betont Gruber.


