Wirtschaftskammer

Vahid Han­ku­sic hol­te Sil­ber für Kärn­ten!

62 Metalltechnik-Lehrlinge nahmen am Bundeslehrlingswettbewerb in Klagenfurt teil. Vahid Hankusic von der Kostwein Maschinenbau GmbH eroberte in seiner Kategorie den zweiten Platz.

Vahid Hankusic von der Kostwein Maschinenbau GmbH in Klagenfurt

© WKK/kaerntenphoto

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Genau­ig­keit, Schnel­lig­keit, Geduld und vor allem Ziel­stre­big­keit – die­se Eigen­schaf­ten stell­te Öster­reichs talen­tier­ter Metall­tech­nik-Nach­wuchs beim Bun­des­lehr­lings­wett­be­werb unter Beweis. Die­ser fand heu­er in den Werk­stät­ten des WIFI-Tech­nik­zen­trums in Kla­gen­furt statt. 62 Metall­tech­nik-Lehr­lin­ge, dar­un­ter ein Mäd­chen, aus acht Bun­des­län­dern nah­men dar­an teil. Kärn­ten war mit ins­ge­samt sie­ben Lehr­lin­gen ver­tre­ten (sie­he unten). Sie bogen, schweiß­ten, löte­ten und feil­ten an ihren Wett­be­werbs­stü­cken.

Maschinenbau‑, Werk­zeug­bau- und Zer­spa­nungs­tech­nik

Mit Ner­ven­stär­ke und viel hand­werk­li­chem Geschick erober­te Vahid Han­ku­sic von der Kost­wein Maschi­nen­bau GmbH in Kla­gen­furt den zwei­ten Platz in der Kate­go­rie Maschinenbau‑, Werk­zeug­bau- und Zer­spa­nungs­tech­nik. „Ich bin stolz auf sei­ne Leis­tung. Er hat mit sei­ner Arbeit ein­drucks­voll gezeigt, was er wäh­rend sei­ner Aus­bil­dung alles gelernt hat, und konn­te das per­fekt beim Wett­be­werb umset­zen“, freu­te sich Lan­des­in­nungs­meis­ter Karl Pau­lit­sch. Der Wett­be­werb wur­de als Sta­tio­nen­be­trieb (fünf Sta­tio­nen) orga­ni­siert. „Der Bewerb wird dadurch facet­ten­rei­cher und das Berufs­bild umfas­sen­der abge­bil­det“, erklär­te Lei­ter Mar­co Riepl. Han­ku­sic selbst war, als sein Name auf­ge­ru­fen wur­de, sicht­lich über­rascht.

Geschwin­dig­keit und Genau­ig­keit

„Ich habe schon ein biss­chen gehofft, dass ich auf dem Sto­ckerl ste­hen wer­de. Dass es dann der zwei­te Platz gewor­den ist, hat mich sehr gefreut.“ Die Teil­nah­me am Wett­be­werb war eine Her­aus­for­de­rung, die in Erin­ne­rung bleibt. „Natür­lich ist man ange­spannt und muss sich die Zeit sehr gut ein­tei­len, damit man das Werk­stück in der vor­ge­ge­be­nen Zeit anfer­ti­gen kann. Die Kom­bi­na­ti­on von Geschwin­dig­keit und Genau­ig­keit war sehr wich­tig, der Zeit­druck war aber enorm“, erzähl­te Han­ku­sic.

Qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter benö­tigt

Die metall­tech­ni­schen Beru­fe sind nicht mehr eine klas­si­sche Män­ner­do­mä­ne, auch bei den Berufs­wün­schen der Frau­en ste­hen sie bereits an sechs­ter Stel­le. „Rund tau­send Frau­en arbei­ten aktu­ell in der Metall­tech­nik“, berich­te­te Bun­des­in­nungs­meis­ter Harald Schin­nerl. Er brach­te auch sei­ne Freu­de dar­über zum Aus­druck, dass die Bran­che in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren wuchs: „Wir haben 20 Pro­zent mehr Betrie­be, rund ein Drit­tel davon sind Ein-Per­so­nen-Unter­neh­men. Öster­reich­weit machen die­se EPU einen Anteil von 35 Pro­zent aus.“ Auch wenn die Lehr­lings­zah­len stei­gen: „Wir brau­chen viel mehr qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter“, wies Schin­nerl auf den Fach­kräf­te­man­gel in der Bran­che hin. Zwei Vor­tei­le: Beru­fe in der Metall­tech­nik bie­ten gro­ße Ein­kom­mens- und Auf­stiegs­chan­cen.

 

Im Über­blick

Der Bun­des­lehr­lings­wett­be­werb wur­de in fol­gen­den Metall­tech­nik-Lehr­be­ru­fen aus­ge­tra­gen. Das Bun­des­land Kärn­ten war, mit Aus­nah­me der Fahr­zeug­bau­tech­nik, mit zumin­dest jeweils einem Teil­neh­mer ver­tre­ten.

  • Maschinenbau‑, Werk­zeug- & Zer­spa­nungs­tech­nik: Vahid Han­ku­sic (Kost­wein Maschi­nen­bau GmbH, Kla­gen­furt)
  • Metall­bau- und Blech­tech­nik: David Scherr (Ener­gie Kla­gen­furt)
  • Schmie­de­tech­nik: Micha­el Wolf (Geb­hart Berg­ner, Him­mel­berg)
  • Stahl­bau- und Schweiß­tech­nik: Maxi­mi­li­an Kois (ASTAM All­ge­mei­ner Stahl‑, Anla­gen- und Maschi­nen­bau GmbH, St. Andrä) und Manu­el Schorsch Manu­el (URBAS Maschi­nen­fa­brik GmbH, Völ­ker­markt)
  • Land- und Bau­ma­schi­nen­tech­nik: Maxi­mi­li­an Hanz­mann (Rado­cha Land­tech­nik, Blei­burg) und Wolf­gang Lanz­in­ger (Fir­ma Stumpf, Gra­fen­stein)

Der­zeit gibt es in Kärn­ten rund 5.000 Beschäf­tig­te in der Metall­tech­nik, davon wer­den aktu­ell 313 Lehr­lin­ge (dar­un­ter 40 Mäd­chen und Frau­en) zu Fach­kräf­ten aus­ge­bil­det.

 

18.10.2022 12:55 - Update am: 18.10.2022 12:56
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