Broschüre
Sozialratgeber bietet Hilfe im Überblick
Wo bekomme ich Hilfe und Unterstützung in schwierigen Bereichen des Lebens? Diese Frage beantwortet der „Sozialratgeber Kärnten 2022“.
© LPD Kärnten/Krainz
Der „Sozialratgeber Kärnten 2022“, eine 200 Seiten starke Broschüre des Landes Kärnten, beinhaltet erstmals alle Unterstützungsleistungen, Maßnahmen, Angebote und Hilfestellungen des Landes, des Bundes und verschiedener Institutionen und Organisationen. 10.000 Stück wurden gedruckt, die nun unter anderem beim Land Kärnten sowie in Gemeinden, Ordinationen, Anwaltschaften, Kammern und Sozialeinrichtungen aufliegen. Wesentlicher Partner beim Sozialratgeber ist der „LOTSE“, der Verein zur Förderung der Sichtbarkeit sozialer Arbeit, der online (www.wohin.or.at) seit rund einem Jahr als kostenfreie Anlaufstelle für Ratsuchende fungiert.
Alle Hilfestellungen in einer Broschüre
Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Landeshauptmann-Stellvertreterin und Sozialreferentin Beate Prettner betonten, dass die Situation für die Menschen momentan so schwierig und herausfordernd wie seit Jahrzehnten nicht mehr ist. „Hilfestellungen, Beratungen, Kontakte sind gerade jetzt immens wichtig. Daher haben wir sie alle gesammelt und wollen Informationen dazu aus einer Hand bieten. Und das auch haptisch in Buchform, damit auch jene Menschen Zugang haben, die digital nicht so affin sind“, sagt Kaiser.
Kärnten-Bonus auch 2023
Der Sozialratgeber gliedert sich in drei Teile: soziale Richtsätze, Geld und Sachleistungen, Beratungs- und Betreuungsangebote sowie Adressen. Kaiser führt beispielgebend die „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ an sowie das Kärntner Kinderstipendium und den Kärnten-Bonus, der laut Landeshauptmann Kaiser auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird.
Einfacherer Zugang zu Wohnbeihilfe
Mit Hilfe einer Valorisierung sollen künftig noch mehr Menschen Zugang zur Wohnbeihilfe erhalten. „Ich appelliere an den Bund, unserem Beispiel zu folgen und zum Beispiel über ein Moratorium Mieterhöhungen einzubremsen und die Mehrwertsteuer auf Betriebskosten zu reduzieren oder auszusetzen“, erläutert Kaiser. Laut Landeshauptmann-Stellvertreterin Prettner gibt es eine Fülle an Sozialleistungen, von denen die meisten Kärntner aber noch nicht wissen. Deshalb wurde der Sozialratgeber innerhalb von 14 Wochen und insgesamt tausend Arbeitsstunden umgesetzt und soll nun Orientierung geben.
Zwei neue Unterstützungshilfen
Es wird auch zwei neue Leistungen geben. Das Land Kärnten wird gemeinsam mit dem Bund die Finanzierung der 24-Stunden-Betreuung nachbessern. Zusätzlich senkt das Bundesland Kärnten ab 1. Dezember 2022 die Selbstbehalte für mobile Dienste um ein Drittel. Eine Person mit 1.300 Euro Nettoeinkommen und benötigten 12,5 Leistungsstunden wird sich damit 76 Euro im Monat und 912 Euro im Jahr ersparen. Eine Person mit 1.300 Euro Nettoeinkommen und erhöhtem Pflegebedarf von 32 Stunden erspart sich künftig 200 Euro pro Monat und 2.400 Euro pro Jahr. Die Senkung der Selbstbehalte für mobile Dienste um ein Drittel kostet das Land Kärnten insgesamt 6,6 Millionen Euro pro Jahr.[/info]
