Blackout
Land fördert Notstromaggregate in Pflegeheimen
Das Land Kärnten stellt 1,56 Millionen Euro für die Installierung von Notstromversorgung in Alten- und Pflegeheimen bereit.
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Eine Novelle der Kärntner Bauvorschriften macht die Installation einer „Notstromeinspeisung“ in allen Alten- und Pflegeheimen zur gesetzlichen Pflicht. In der Regierungssitzung am Dienstag legten Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Beate Prettner sowie Landesrat Daniel Fellner, Gemeinde- und Katastrophenschutz-Referent des Landes, einen gemeinsamen Förderakt für die betroffenen 78 Pflegeeinrichtungen vor. „Das Land wird die Anschaffung von Notstromaggregaten in den Heimen mit 50 Prozent fördern. Das ergibt eine Fördersumme von rund 1,56 Millionen Euro“, informieren Prettner und Fellner.
Sicherheitskonzept und Sicherheitsbeauftragter
Außerdem werden, so Prettner, die Vorlage eines Sicherheitskonzepts und die Installierung eines Sicherheitsbeauftragten bis 1. Juli 2023 verpflichtend. Landesrat Fellner ergänzt: „Dafür wird die Abstimmung mit dem Krisenstab der jeweiligen Gemeinde unabdingbar. Gemäß Kärntner Katastrophenschutzes muss im Falle eines Blackouts der Basisbetrieb in Pflegeheimen für mindestens 72 Stunden sichergestellt sein.“
Gutachten des Landes
Die Fördersumme von 1,56 Millionen Euro basiert auf einem Gutachten des Landes Kärnten. Demnach belaufen sich die Kosten für die Notstromversorgung auf bis zu 40.000 Euro. „Wir unterstützen mit der Hälfte der Kosten, was bei 78 Einrichtungen die Höhe von 1,56 Millionen Euro ergibt“, erklärt Prettner. Die Kosten der 17 Pflegeheime der Sozialhilfeverbände, rund 340.000 Euro, übernimmt die Abteilung 3 des Landes (Gemeinden, Raumordnung und Katastrophenschutz) oder werden mit Bedarfszuweisungsmitteln übernommen. Die Kosten für die restlichen 61 Pflegeheime in Höhe von 1,22 Millionen Euro tragen die Gesundheitsabteilung und die jeweiligen Gemeinden.
Ein deutliches Signal
Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Prettner und Landesrat Fellner ist die Förderung eine wichtige Unterstützungsmaßnahme: „Wir hoffen, dass die Pflegeheime die Installierung möglichst zeitnahe umsetzen. Mit der Übernahme von 50 Prozent der Kosten setzen wir in diesem sensiblen Bereich ein deutliches Signal.“


