Fasching

Das Faschings­we­cken auf der Fami­li­en­mes­se

Auf der Familienmesse in Klagenfurt stellen die Kärntner Faschingsgilden morgen ihre Landeshauptstadt und das neue Landesprinzenpaar vor. Bruno Arendt, Landespräsident des Bunds Österreichischer Faschingsgilden (BÖF), im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“ über die lustigste Jahreszeit und die Aktivitäten in Kärnten.

Bruno Arendt ist seit dem Jahr 2017 Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden. Bruno Arendt ist seit dem Jahr 2017 Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden.

© René Brunhölzl/Adobe Stock/KLiCK

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Seit Bru­no Are­ndt im Jahr 2017 zum Lan­des­prä­si­den­ten des Bunds Öster­rei­chi­scher Faschings­gil­den (BÖF) gewählt wur­de, tat sich im Kärnt­ner Fasching eini­ges. So gibt es mitt­ler­wei­le jedes Jahr eine Faschings-Lan­des­haupt­stadt und auch ein Lan­des­prin­zen­paar. Es wird am 11. Novem­ber um 11.11 Uhr auf der Fami­li­en­mes­se in der Mes­se­hal­le 4 in Kla­gen­furt vor­ge­stellt.

Ein Faschings­kind

Are­ndt sieht sich selbst als Faschings­kind. „Mei­ne geplan­te Geburt wäre vor rund 60 Jah­ren und eini­gen Som­mern am 11. 11. gewe­sen, aller­dings hat es damals hef­tig geschneit. Da habe ich mich spon­tan dazu ent­schie­den, erst am 15. 11. das Licht der Welt zu erbli­cken. So gese­hen bin ich ein ech­tes Faschings­kind“, erzählt der immer fröh­li­che Are­ndt. Im Berufs­le­ben war der Faschings­en­thu­si­ast Mar­ke­ting-Chef von „Spar“ in Kärn­ten und davor Lei­ter der Wer­be-Abtei­lung von „Kon­sum Öster­reich“, wo er bis zur bit­te­ren Nei­ge arbei­te­te. „Den ers­ten Kon­takt mit dem Fasching hat­te ich im Alter von vier Jah­ren. Mein Vater war Betriebs­lei­ter bei der Tex­til­rei­ni­gung Mas­ser in Vil­lach, die sei­ner­zeit den größ­ten Mas­ken­ver­leih gehabt hat. Seit damals bin ich mit dem Fasching eng ver­bun­den. Wir haben in der Schu­le immer einen Fasching ver­an­stal­tet, und ich habe immer ein schö­nes Gewand aus dem Mas­ken­fun­dus der Fir­ma erhal­ten“, erin­nert sich Are­ndt.

Fasching in Vil­lach

Bei einer Faschings­gil­de war Are­ndt nie aktiv: „Das ist sich mit mei­nem Beruf zeit­lich nie aus­ge­gan­gen. Aber ich habe vie­le Jah­re den Vil­la­cher Fasching in Sachen Wer­bung unter­stützt und auch ‚Spar‘-Jubiläumsfeiern bei den Vil­la­cher Faschings­sit­zun­gen aus­ge­rich­tet. Dadurch habe ich schon damals vie­le gute Freun­de beim Vil­la­cher Fasching gehabt. Einer davon ist Man­fred Tisal.“ In sei­nem ers­ten Jahr in der Pen­si­on fehl­te ihm ein Auto­gramm Tisals im Buch „50 Jah­re Vil­la­cher Fasching“. „Es soll­te ein Geburts­tags­ge­schenk wer­den. Ich habe mich mit Man­fred im Herbst 2012 in einer Vil­la­cher Kon­di­to­rei getrof­fen und ihn um eine Unter­schrift gebe­ten. Er hat gemeint: ‚Ich brau­che auch etwas von dir.‘ Dann hat er mir einen Zet­tel in die Hand gege­ben und gesagt: ‚Lies das ein­mal durch‘. Das war eine Faschings­num­mer, in der ich 2013 den Peter Rapp spie­len soll­te. Ich bin zuvor nie auf einer Faschings­büh­ne gestan­den und habe es bis zu die­sem Zeit­punkt auch nie beab­sich­tigt“, gesteht Are­ndt. Das war der Beginn sei­ner akti­ven Faschings­kar­rie­re.

Der Prä­si­dent

Bald stieg Are­ndt bei der „Lei Lei“-Gilde zum Pres­se­re­fe­ren­ten auf. 2017 kam schließ­lich der Höhe­punkt: Er wur­de BÖF-Lan­des­prä­si­dent. „Für mich gehört der Fasching zum Brauch­tum. Des­halb haben wir mit den Kärnt­ner Gil­den ent­schie­den, dass wir das Lan­des-Faschings­we­cken aus­schließ­lich am 11. 11. um 11.11 Uhr, unab­hän­gig ob Fei­er­tag, Sonn­tag oder Werk­tag, zele­brie­ren. Und das Land Kärn­ten mach­te mit. Ich habe mit Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser ver­ein­bart, dass es einen Lan­des­schlüs­sel, eine Urkun­de, eine Faschings-Lan­des­haupt­stadt und ein Faschings-Lan­des­prin­zen­paar gibt. Dies­mal kommt das Prin­zen­paar aus der Faschings-Lan­des­haupt­stadt Spit­tal. Wer das Prin­zen­paar ist, wird beim Lan­des-Faschings­we­cken bekannt gege­ben“, betont Are­ndt.

Das Pri­vat­ver­gnü­gen

Mit Are­ndt an der Spit­ze des BÖF-Lan­des­ver­bands gin­gen wei­te­re Neue­run­gen ein­her. „Der Lan­des­ver­band kas­siert von sei­nen Gil­den kei­ne Mit­glieds­bei­trä­ge. Mei­ne Arbeit als Prä­si­dent finan­zie­re ich kom­plett aus mei­ner Pri­vat­scha­tul­le. Ich bit­te die Gil­den ledig­lich um vier Ein­tritts­kar­ten für ihre Sit­zun­gen, für mei­nen Hof­staat und mich. Mit dem Ver­spre­chen, dass ich bei ihren Faschings­sit­zun­gen wie immer bis zum Schluss blei­be“, ver­si­chert der Prä­si­dent. Öster­reich­weit ent­rich­ten die Gil­den an den BÖF einen Mit­glieds­bei­trag in Höhe von hun­dert Euro.

Rund um die Uhr erreich­bar

In der täg­li­chen BÖF-Arbeit ist Gat­tin Mar­gret als Schrift­füh­re­rin eine wert­vol­le Unter­stüt­zung. „Mei­ne Arbeit macht mir Spaß. Für mir sind alle 41 Mit­glieds­gil­den gleich und der BÖF-Lan­des­ver­band ist für die Gil­de eine idea­le Platt­form. Mei­ne Geschäfts­zei­ten sind von 0 Uhr bis 24 Uhr. Wenn ich gefragt wer­de, wo die schöns­te und bes­te Faschings­sit­zung ist, ant­wor­te ich immer: Dort, wo ich gera­de bin“, sagt Are­ndt.

10.11.2022 07:28
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Bruno Arendt ist seit dem Jahr 2017 Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden. Bruno Arendt ist seit dem Jahr 2017 Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden.

© René Brunhölzl/Adobe Stock/KLiCK