Winterdienst

Kärn­tens Stra­ßen­meis­te­rei­en sind win­ter­fit

Der Winter steht vor der Tür: Über 440 Mitarbeiter der Straßenmeisterei Kärnten stehen mit modernster Winterdienst-Flotte parat. In den letzten Jahren wurden 19 Millionen Euro in den neuen Fuhrpark investiert.

Kärn­tens Stra­ßen­meis­te­rei­en sind win­ter­fit Beim Winter-Check: Leiter der Straßenbauabteilung Volker Bidmon und Landesrat Martin Gruber (rechts) in der Straßenmeisterei in Villach

© Büro LR Gruber/Posch

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Die Bedeu­tung eines gut orga­ni­sier­ten Win­ter­diens­tes, haben die schwe­ren Schnee­fäl­le in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach gezeigt. Daher ste­hen in den 17 Stra­ßen­meis­te­rei­en Kärn­tens ab sofort wie­der über 440 Mit­ar­bei­ter in Bereit­schaft. Sie räu­men bei Schnee­fall und Glatt­eis rund 2.750 Stra­ßen- und 5.772 Räum­ki­lo­me­ter. „Der Win­ter­dienst sorgt mit sei­nem Ein­satz für die Sicher­heit der Bevöl­ke­rung und für die Erreich­bar­keit selbst bis in die ent­le­gens­ten Gebie­te Kärn­tens“, infor­mier­te Stra­ßen­bau­re­fe­rent Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber ges­tern, Mitt­woch, beim  Pres­se­ge­spräch in der Vil­la­cher Stra­ßen­meis­te­rei.

19 Mil­lio­nen Euro für Win­ter­dienst-Flot­te

Dafür benö­ti­gen die Mit­ar­bei­ter aber auch die ent­spre­chen­den Gerät­schaf­ten, daher wird kräf­tig in die Auf­rüs­tung des Fuhr­parks inves­tiert. Inzwi­schen wur­den 40 Pro­zent der Lkw und 35 Pro­zent der Uni­mogs getauscht. „Ins­ge­samt haben wir in den letz­ten vier Jah­ren rund 19 Mil­lio­nen Euro in Neue­run­gen inves­tiert und haben heu­te die moderns­te und leis­tungs­fä­higs­te Win­ter­dienst-Flot­te seit über zehn Jah­ren“, beton­te der Lan­des­rat.

Neu: 4 Uni­mogs und ein Trak­tor

Allei­ne die­ses Jahr wur­den ein zusätz­li­cher 420 PS star­ker Syn­Trac mit Schnee­frä­se sowie vier Uni­mogs und ein leis­tungs­fä­hi­ger Trak­tor um ins­ge­samt rund 2,3 Mil­lio­nen Euro ange­schafft. „Das sind nach­hal­ti­ge und sinn­vol­le Inves­ti­tio­nen in die Sicher­heit der Ver­kehrs­teil­neh­mer und unse­re Mit­ar­bei­ter, die gro­ße Ein­satz­be­reit­schaft zei­gen. Gleich­zei­tig machen wir den Win­ter­dienst damit auch effi­zi­en­ter, denn eine moder­ne Flot­te bedeu­tet auch kür­ze­re Umlauf­zei­ten und damit eine rasche­re Schnee­räu­mung“, sag­te Gru­ber.

Win­ter kos­tet im Schnitt rund 10 Mil­lio­nen Euro

Rund zehn Mil­lio­nen Euro sind heu­er für den Win­ter­dienst kal­ku­liert, was den Kos­ten eines Durch­schnitts-Win­ters ent­spricht. „Nach den Bau­agen­den ist der Win­ter­dienst einer unse­rer größ­ten Kos­ten­fak­to­ren im Stra­ßen­bau­re­fe­rat. Bei Bedarf wird das Bud­get auch erhöht“, erklär­te der Stra­ßen­bau­re­fe­rent, der allei­ne auf­grund der Preis­stei­ge­run­gen, spe­zi­ell bei Sprit und Salz­be­vor­ra­tung, schon von Mehr­kos­ten für den heu­ri­gen Win­ter­dienst zwi­schen 500.000 und 700.000 Euro aus­ge­he.

Pilot­pro­jekt „EDE“ soll Kos­ten redu­zie­ren

Um lang­fris­tig Kos­ten zu spa­ren, setzt die Stra­ßen­ver­wal­tung immer wie­der inno­va­ti­ve Pro­jek­te um. Das neu­es­te Pilot­pro­jekt „EDE“ ist eine elek­tro­ni­sche Ein­satz­da­ten­er­fas­sung, die bereits in der Stra­ßen­meis­te­rei Grei­fen­burg ange­wen­det wird, wie Abtei­lungs­lei­ter Vol­ker Bidmon erklär­te. Mit die­sem Pro­gramm wer­den sämt­li­che Daten wie Fahrt­rou­te, Salz­ver­brauch etc. digi­tal erfasst. Die­se Infor­ma­tio­nen wer­den genutzt, um Per­so­nal und Fahr­zeu­ge effi­zi­en­ter ein­set­zen zu kön­nen. Im Win­ter 2023/24 soll das Daten­sys­tem flä­chen­de­ckend genutzt wer­den.

Für Umwelt: Streu­salz mit Sole gemischt

Nicht nur zur Kos­ten­er­spar­nis, son­dern auch im Sin­ne des Umwelt­schut­zes arbei­tet das Land seit Län­ge­rem dar­an, Streu­salz durch selbst her­ge­stell­te Sole­mi­schun­gen zu redu­zie­ren, erklär­te Hubert Amla­cher von der Stra­ßen­meis­te­rei Vil­lach. Dafür wird das klas­si­sche Tro­cken­salz mit etwa 30 Pro­zent Sole (Flüs­sig­s­alz) gemischt und auf die Stra­ßen auf­ge­bracht. Die­se Mischung hat eine län­ge­re Lie­ge­dau­er und bes­se­re Haf­tung auf der Fahr­bahn, was die Prä­ven­tiv­streu­ung erleich­tert, die Umwelt schont und kos­ten­güns­ti­ger ist. Inzwi­schen ver­fügt jedes Stra­ßen­bau­amt über eine eige­ne moder­ne Sole­auf­be­rei­tungs­an­la­ge, ins­ge­samt ste­hen lan­des­weit 33 Salz­so­le­tanks mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 938.000 Litern zur Ver­fü­gung.

Wis­sens­wert

In Kärn­ten gibt es 17 Stra­ßen­meis­te­rei­en. Über 440 Mit­ar­bei­ter sind für 5.772 Räum­ki­lo­me­ter ver­ant­wort­lich, deren Win­ter­dienst-Flot­te umfasst: 72 Lkw, 48 Uni­mogs und 31 Schnee­frä­sen, Schnee­schleu­dern. Bei Bedarf ste­hen zusätz­lich noch 10 exter­ne Fräch­ter abruf­be­reit zur Ver­fü­gung. 54 Streu­salz­si­los und 33 Salz­so­le­tanks 10 Mil­lio­nen Euro kos­tet ein Durch­schnitts-Win­ter, 300.000 Euro kos­tet ein ein­zi­ger Räum­tag, 39 Web­cams die­nen zur Wet­ter­be­ob­ach­tung

17.11.2022 09:00 - Update am: 17.11.2022 09:01
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Kärn­tens Stra­ßen­meis­te­rei­en sind win­ter­fit Beim Winter-Check: Leiter der Straßenbauabteilung Volker Bidmon und Landesrat Martin Gruber (rechts) in der Straßenmeisterei in Villach

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