Umfahrung Greifenburg
Nun geht es in die Detailplanung
Das Riesen-Bauvorhaben Sicherheitsausbau der B 100 Drautal Straße mit der Umfahrung Greifenburg nimmt Fahrt auf. Mitte 2022 ist der Baustart geplant. Es soll keine Transitstrecke entstehen.
© LPD Kärnten/Helge Bauer
Seit Jahrzehnten wird der Sicherheitsausbau der B 100 zwischen Greifenburg und Dellach mit der Umfahrung Greifenburg diskutiert. Nun sieht es gut aus für das Projekt, im Sommer 2022 sollen die Bagger anrollen. Bis dahin sind noch einige Vorarbeiten zu erledigen. “In den nächsten vier Monaten erstellen wir das Detailprojekt, um für die Großbauvorhabensprüfung durch den Landesrechnungshof detaillierte Unterlagen zur Verfügung stellen zu können”, erklärt Volker Bidmon, Abteilungsleiter für Straßen und Brücken, die weitere Vorgangsweise. Erst nach dieser Prüfung folgen die Grundeinlöse-Verfahren, so Landesrat Martin Gruber.
Hochkomplexe Planung
Zweieinhalb Jahre hat man sich nun intensiv mit der Planung des größten Straßenbau-Projekts dieser Regierungsperiode beschäftigt. Gruber: “Die Planung ist hochkomplex, es sind alleine über 100 Grundstückseigentümer betroffen. Die Planer sahen sich mit baulichen Herausforderungen sowie naturschutzrelevanten Untersuchungen konfrontiert.” Alleine in diese Planung flossen 1,4 Millionen Euro, eine weitere Million Euro ist für die Erstellung des Bauprojekts aufzubringen. Trotz EU-weiter Ausschreibung kamen bei der Planung Kärntner Unternehmen zum Zug.

Naturschutz genießt hohen Stellenwert
Der Neubau der 6,5 Kilometer langen Trasse parallel zur Bahn ist so geplant, dass möglichst wenig Flächen “verbraucht” werden. Bidmon: “Bei einer Verkehrsfläche von rund 4,5 Hektar setzen wir Ersatz-Baumaßnahmen im Naturschutz im Ausmaß von 15,88 Hektar – also das Dreifache.” Dafür wurden Ausgleichsflächen angekauft. Naturschutz und Landschaftspflege spielen also eine große Rolle. Die Trasse wird außerdem 7,5 Meter breit sein. “So wird kein zusätzlicher Transitverkehr ermöglicht”, verspricht Landeshauptmann Peter Kaiser. “Es geht uns um eine Erhöhung der Sicherheit, eine Entlastung der Anrainer und um einen flüssigen Verkehr.”
Unterführung und Kreisverkehr
Eine Herausforderung ist vor allem die Anschlussstelle Greifenburg Mitte. Es gab zahlreiche Varianten. Entschieden hat man sich für eine kurze Unterführung der B 87 und für die Errichtung eines Kreisverkehrs auf der B 87. So verläuft der Verkehr vom und zum Weißensee nicht über den Greifenburger Hauptplatz.
Die Gesamtinvestition beträgt 39,5 Millionen Euro. Man rechnet mit dreijähriger Bauzeit. Der Verkehr könnte also Ende 2025 bzw. Anfang 2026 rollen.


