WKK Kärnten

Kin­der­be­treu­ung: Gip­fel-Gesprä­che in der Hof­burg

Die Landesvorsitzende vom Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft (FiW) fordert Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Frühkindliche Bildung ist Investition in die Zukunft – Arbeitskräftemangel verlangt Turbo im qualitätsvollen Ausbau der Kinderbetreuung.

Kin­der­be­treu­ung: Gip­fel-Gesprä­che in der Hof­burgAstrid Legner, Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft (FiW), vertrat beim Gipfel die Kärntner Unternehmerinnen.

© FiW/Roman Huditsch Fotografie

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Die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einem gesell­schaft­li­chen Schlüs­sel­the­ma ent­wi­ckelt. Es sind zumeist noch immer mehr­heit­lich die Frau­en, die den schwie­ri­gen Draht­seil­akt zwi­schen Fami­lie und Beruf zu meis­tern haben. „Die Pro­ble­ma­tik ist allen bekannt, die enor­me Belas­tung für berufs­tä­ti­ge Müt­ter und Fami­li­en all­täg­li­che Rea­li­tät. Es ist schon eini­ges pas­siert, aber wir sind noch lan­ge nicht dort, wo wir hin­wol­len, des­halb ist es not­wen­dig, dass wir dran­blei­ben und wei­te­re Maß­nah­men ein­for­dern“, zeig­ten sich anläss­lich des Kin­der­be­treu­ungs­gip­fels in der Hof­burg die Spit­zen der Sozi­al­part­ner und der Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung (IV) in Anwe­sen­heit von Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len und Doris Schmie­dau­er einig.

In Vetre­tung der Kärnt­ner Unter­neh­me­rin­nen

Auch Astrid Leg­ner, Wirt­schafts­kam­mer-Vize­prä­si­den­tin und Lan­des­vor­sit­zen­de von For­schungs­schwer­punkt Inter­na­tio­na­le Wirt­schaft (FiW), ver­trat beim Gip­fel die Kärnt­ner Unter­neh­me­rin­nen. Sie for­dert, die seit lan­gem dis­ku­tier­ten Ver­bes­se­run­gen bei der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf end­lich auf den Weg zu brin­gen. Die aktu­el­len Zah­len des AMS sei­en zum Teil scho­ckie­rend im Hin­blick auf die Teil­zeit­quo­ten: „Wenn wir mehr Frau­en für Voll­zeit­jobs begeis­tern wol­len, muss es die ent­spre­chen­den ganz­tä­gi­gen und von den Öff­nungs­zei­ten pas­sen­den Kin­der­be­treu­ungs­an­ge­bo­te geben. Das ist nicht so schwie­rig und den­noch dis­ku­tie­ren wir dar­über seit Jah­ren!“ Schließ­lich kön­ne Betreu­ungs­si­cher­heit nicht nur die Frauen(voll)erwerbsquote, son­dern auch die Zahl der Arbeits­plät­ze in der Ele­men­tar­päd­ago­gik stei­gern.

Fack­kräf­te­man­gel als Chan­ce für Kärn­tens Regio­nen

Leg­ner sieht den aktu­el­len Fach­kräf­te­man­gel auch als Chan­ce für Kärn­tens Regio­nen: Jetzt gel­te es für die Gemein­den, noch fle­xi­ble­re Ange­bo­te bei der Kin­der­be­treu­ung zu erstel­len und neue Wege zu den­ken. Bund, Län­der und Gemein­den, so Leg­ner, müss­ten end­lich vom Reden ins Tun kom­men. „Fir­men soll­ten über­le­gen, ob es nicht bes­ser wäre, Karen­zier­te frü­her aus der Karenz zurück­zu­ho­len oder Stun­den zu erhö­hen. Das wäre auf jeden Fall wirt­schaft­li­cher, den die Recrui­ting-Kos­ten für neue Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen sind enorm“, unter­strich Leg­ner.

 

12.01.2023 12:00
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Kin­der­be­treu­ung: Gip­fel-Gesprä­che in der Hof­burgAstrid Legner, Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft (FiW), vertrat beim Gipfel die Kärntner Unternehmerinnen.

© FiW/Roman Huditsch Fotografie