Robert Mack

„Die Wirt­schaft kann von der Natur ler­nen“

Was hat ein Weingarten mit der Wirtschaft in unsicheren Zeiten der Pandemie zu tun? Die Antworten hat Robert Mack, Vertriebsberater und Hobby-Winzer aus Moosburg, im Porträt von „KLiCK Kärnten“ parat.

Vertriebsberater und Hobby-Winzer Robert Mack bei der Lese in seinem Weingarten Vertriebsberater und Hobby-Winzer Robert Mack bei der Lese in seinem Weingarten

© Elias Jerusalem

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Als gebür­ti­ger Gail­ta­ler Bau­ern­bub macht Robert Mack zwi­schen Wirt­schaft und Natur vie­le Par­al­le­len aus­fin­dig. Unter der Woche ist er als selbst­stän­di­ger Unter­neh­mens­be­ra­ter und Ver­kaufs­stra­te­ge tätig (sie­he „Zur Per­son“ unten), wäh­rend er sich in der Frei­zeit als Hob­by-Win­zer sei­nen Reben wid­met.

Ori­en­tie­rung geben

Als Erklä­rung führt er das Wort „Bio­nik“ an. Bio­nik beschäf­tigt sich mit dem Über­tra­gen von Phä­no­me­nen der Natur auf die Tech­nik. Sei­ne Schluss­fol­ge­rung: Der Mensch kann viel von der Natur ler­nen. „So wie der Wein­bau­er sei­nen Wein­gar­ten pflegt, auf Nütz­lin­ge, Schäd­lin­ge oder Wit­te­run­gen ach­tet, oft vor­beu­gend han­delt und mit der rich­ti­gen Unter­stüt­zung die Reb­stö­cke stärkt, so soll­te auch ein Bera­ter agie­ren“, erläu­tert Mack.

Der Bera­ter macht dann einen guten Job, wenn er für sei­ne Kun­den mit- und vor­denkt, wenn er gut zuhört, zur rich­ti­gen Zeit die rich­ti­gen Fra­gen stellt, Inter­ven­tio­nen setzt, aber auch Lösun­gen anbie­tet und dem Unter­neh­mer, der Füh­rungs­kraft oder dem Mit­ar­bei­ter Ori­en­tie­rung gibt.

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Der Flecht­werk­stein der Karo­lin­ger ziert das Eti­kett der natur­na­hen Wei­ne.
© Eli­as Jeru­sa­lem

Kri­se als Online-Tur­bo

Nach­dem sich in einer Kri­se bekannt­lich neue Chan­cen auf­tun, kann Mack rück­bli­ckend dem Beginn der Coro­na-Pan­de­mie auch Posi­ti­ves abge­win­nen. „Die größ­te Chan­ce im Ver­kauf liegt in der Kom­bi­na­ti­on aus ana­log und digi­tal. Die Kri­se war in die­ser Hin­sicht ein gro­ßer Tur­bo und hat vie­le Unter­neh­men dazu gezwun­gen, ihre Geschäfts­mo­del­le auch digi­tal zu den­ken“, beruft sich Mack auf Erfah­run­gen mit sei­nen Kun­den.

In der Con­sul­ting-Spra­che klingt das so: „Spä­tes­tens jetzt soll­te jedes Unter­neh­men, wenn es um das Gewin­nen von neu­en Kun­den geht, sei­nen digi­ta­len Sales Fun­nel kon­zi­piert, sei­ne Cus­to­mer Jour­ney gelernt, die pas­sen­den Online-Kanä­le defi­niert und die rich­ti­gen Lead-Magne­ten gefun­den haben.“

Nähr­bo­den für neue Ideen

Weil Mack auch Start-ups auf den Weg in die Selbst­stän­dig­keit beglei­tet, berich­tet er aus der Pra­xis, wenn er fest­stellt, dass selbst unsi­che­re Zei­ten der Pan­de­mie ein guter Zeit­punkt für eine Unter­neh­mens­grün­dung sein kön­nen. „Weil sich in Kri­sen­zei­ten immer Markt­an­tei­le ver­schie­ben und neue Ange­bo­te ent­ste­hen. Das ist ein guter Nähr­bo­den für neue Ideen und Ange­bo­te“, ana­ly­siert Mack. Er ver­weist auch auf ver­stärk­te Anfra­gen von Unter­neh­mern, die mit der Kraft der eige­nen Stär­ke in neue Pro­duk­te, neue Ziel­grup­pen oder neue Märk­te inves­tie­ren und die er bei der Anpas­sung ihrer Ver­triebs­stra­te­gien beglei­tet.

Wein­gar­ten als Start-up

Als Start-up ist auch sein Wein­gar­ten zu betrach­ten. „Die Anla­ge ist noch jung, die Men­gen sind noch beschei­den“, ver­rät Mack. Bei aller Beschei­den­heit sei die Qua­li­tät der Wei­ne jedoch sehr erfreu­lich. Dazu gehö­ren Johan­ni­ter (eine Ries­ling-Kreu­zung), Heli­os (eine Mül­ler-Thur­gau-Kreu­zung) und Blü­ten­mus­ka­tel­ler. „Ab Mit­te April wer­den wir abfül­len. Dann kön­nen unse­re Kun­den unse­re Karo­lin­ger-Wei­ne kau­fen, solan­ge der Vor­rat reicht“, erzählt Mack.

ZUR PERSON

Robert Mack (51) ist ver­hei­ra­tet, Vater drei­er Kin­der und wohnt in Moos­burg. Nach zehn Jah­ren im poli­ti­schen Manage­ment und 17 Jah­ren in Spit­zen­po­si­tio­nen in der Kärnt­ner Medi­en­bran­che wag­te er im Jahr 2017 den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit. Sei­ne Lei­den­schaft für den Ver­trieb stell­te er bereits 2016 in sei­nem Buch „Erfolg­reich han­deln in schwie­ri­gem Umfeld“ unter Beweis. Mit sei­nem Unter­neh­men „Robert Mack Con­sul­ting“ ist er als stra­te­gi­scher Bera­ter für Ver­kauf und Ver­trieb im In- und Aus­land tätig und unter­stützt nam­haf­te Fir­men in unter­schied­lichs­ten Fra­gen des Ver­triebs.

01.04.2021 13:00 - Update am: 01.04.2021 16:33
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Vertriebsberater und Hobby-Winzer Robert Mack bei der Lese in seinem Weingarten Vertriebsberater und Hobby-Winzer Robert Mack bei der Lese in seinem Weingarten

© Elias Jerusalem