Millstätter See
Zweite Slow Food Planzen- und Saatgutbörse war ein Erfolg!
Ein Mix aus Vorträgen, Tauschen und Tandeln sowie perfekter Slow Food Kulinarik eröffneten das Slow Food Jahr nicht nur für Seeboden, sondern für ganz Kärnten.
© Slow Food Planzen- und Saatgutbörse
Die Organisatoren rund um Sprecher Wolfgang Tölderer und Daniela Beils vom Tourismusverband Seeboden wurden für Ihre Mühen belohnt. Ein Mix aus Vorträgen, Tauschen und Tandeln sowie perfekter Slow Food Kulinarik eröffneten das Slow Food Jahr nicht nur für Seeboden, sondern für ganz Kärnten.
Kein Patenschutz auf Samen
Schon bei der Eröffnung wartete Gottfried Bachler als Obmann der Slow Food Gemeinschaft Kärnten mit guten Neuigkeiten auf. So soll es in Österreich keinen Patentschutz auf Samen geben. Eckart Mandler, der bekannte Kräuterexperte aus Irschen und Sprecher für Slow Food Kärnten, streute den Verantwortlichen Blumen.
Spannende Expertenvorträge
Bürgermeister Thomas Schäfauer lauschte gemeinsam mit seiner Frau aufmerksam den Vorträgen. So berichtete Karin Jester vom Biobauernhof Ertl & Jester über die Vorteile des biologischen Gemüseanbaus. Auf einem dreiviertel Hektar wird auf ihrem Betrieb das gesamte Jahr Gemüse angebaut. Sie ermutigte die Zuhörer dazu, sich mit dem Gemüseanbau zu befassen. Auch auf kleinsten Flächen können tolle Erträge gelingen.
Getreideanbau in alpinen Lagen
Diplom Ingenieur Emil Platzer aus Gainfeld bei Bischofshofen berichtet über seine Erfahrung mit dem Getreideanbau in alpinen Lagen. Waren es 1921 noch 866 Hektar Winterrogen, die im Pongau angebaut wurden, so waren es im Vorjahr gerade ein Hektar auf seinen eigenen Flächen. Er setzt auf die positive Wirkung seines Engagements bei der Biodiversität. Dem Landschaftsbild, der lokalen Versorgung und selbstverständlich auch bei Traditionen und Bräuchen spielt Getreide eine wesentliche Rolle.
Saatgutgewinnung für den Hausgarten
Christine Wildhaber begeisterte mit ihrem Vortrag zum Thema „Saatgutgewinnung für den Hausgarten“. Einer ihrer Leitsätze: „Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft“ (Buddha). Mit Vorträgen über Gemeinschaftsgärten und die Bedeutung von Streuobstwiesen wurde das Programm abgerundet.
Slow Food Gemeinschaft Seeboden als Gastgeber
Aber auch die Aussteller im Kleinen Saal freuten sich über regen Besuch. So werden wohl in diesem Frühjahr viele alte Samen in den Gärten ausgebracht werden. Als Gastgeber fungierte die Slow Food Gemeinschaft Seeboden, die auch für die entsprechend Kulinarik sorgte. Eines ist schon heute sicher: 2024 lädt man in Seeboden wieder zur Slow Food Pflanzen- und Saatgutbörse ein.
- Gut besucht war die zweite Slow Food Planzen- und Saatgutbörse in der Marktgemeinde Seeboden.
- Die Besucher konnten sich bei den Marktständen umschauen. Zudem gab es spannende Expertenvorträge zum Thema.
- Natürlich gab es auch leckere Köstlichkeiten zum Probieren.
- Die Veranstalter freuen sich schon auf die Slow Food Saatgutbörse 2024.